Handball

3. Handball-Bundesliga: Erneute Verschiebung war erwartet

Lars Gudat ASV Hamm-Westfalen
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Erst zwei Begegnungen absolvierte der ASV II in dieser Saison in der 3. Liga, eine davon gegen Menden (Spielszene mit Lars Gudat).

Die Verlängerung der Spielpause für die 3. Handball-Bundesliga der Männer und Frauen durch den Deutschen Handball-Bund (DHB) bis Ende Januar kam für die Beteiligten wenig überraschend. Für Christof Reichenberger, Sportwart des ASV Hamm-Westfalen (Hauptverein), ist die angesetzte Wettkampfpause sogar eher noch zu kurz bemessen.

Hamm – Aufgrund der Corona-Pandemie und weiterhin hoher Infektionszahlen muss die Wiederaufnahme des Spielbetriebs warten. Das Präsidium und der Vorstand des DHB haben einstimmig beschlossen, dass das Wettkampfgeschehen in der 3. Liga der Männer und Frauen sowie in der Jugendbundesliga männlich und weiblich bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt bleibt.

Ursprünglich sollte die Meisterschaftsrunde am 10. Januar fortgesetzt werden. „Es war ja klar, dass eine erneute Verschiebung kommen würde“, zeigte sich Reichenberger wenig überrascht von der DHB-Nachricht und ergänzt mit Blick auf die 3. Liga Nord-West, in der der ASV II um Punkte kämpft: „Ich finde auch den Wiederbeginn im Februar noch grenzwertig. Es dürfen aktuell ja gar nicht alle Mannschaften trainieren.“

Der ASV II musste sich im bisherigen Verlauf der Stotter-Saison 2020/2021 bereits in Quarantäne begeben, hat drei der fünf Meisterschaftspartien nicht austragen können. Am 12. November wurde das Training – zunächst mit einem Corona-Test – wieder aufgenommen. Seit dem erneuten Lockdown finden die Einheiten des Aufsteigers nur noch zweimal wöchentlich in der Westpress Arena statt. Die Spieler sollen zudem private Laufeinheiten absolvieren. Freiwillig hat sich der Verein auferlegt, das Team einmal wöchentlich zu testen. „Und die Jungs sind angewiesen, beim kleinsten Schnupfen nicht zum Training zu kommen und zu Hause zu bleiben.“

In der Halle wird strengstens darauf geachtet, dass es nicht zu Kontakten mit dem Zweitligateam kommt. Zwischen den Trainingseinheiten besteht ein Zeitpuffer von zwei Stunden, die Spieler nutzen zudem die Gästekabinen. Melf Krause und Moritz Eigenbrodt, die zuletzt in der ersten Mannschaft ausgeholfen haben, absolvieren ihr Training weiter komplett im Team von Zweitliga-Coach Michael Lerscht. Mit diesen Maßnahmen kann sichergestellt werden, dass überhaupt trainiert werden kann. „Gar nichts zu tun wäre jetzt blöd“, so Reichenberger. „Das war auch ein Wunsch der Mannschaft, weiterzumachen.“

34 Spieltage kaum noch zu realisieren

Anfang Januar will das DHB-Präsidium entscheiden, mit welchem Modus die Saison beendet wird. Fest steht schon jetzt: Die ursprünglich geplante Meisterschaft mit Hin- und Rückrunde wird bei 18 Mannschaften in der Staffel und dann 34 Spieltagen nicht realisierbar sein. „Ich glaube, dass dann nur noch eine Runde gespielt wird, wenn es wieder losgeht“, sagt Reichenberger. „Es dürfen ja gar nicht alle trainieren.“

Ziel wird es daher vielmehr sein, eine möglichst durchgehende Wiederaufnahme des Trainings zu erreichen, wo dies mit Blick auf das Infektionsgeschehen verantwortbar ist. Dies ist auch beim DHB die Basis für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes. Daher werden die zuständigen Mitarbeiter im Verband das vorhandene Hygienekonzept erweitern, heißt es vom Verband. „Ich denke, dass geplant ist, für die 3. Liga eine allgemeine Testpflicht einzuführen“, interpretiert Reichenberger diese Ankündigung. „Bisher haben in den 3. Ligen nur drei von 72 Vereinen regelmäßig getestet, uns eingeschlossen.“

Der ASV-Sportwart kann sich vorstellen, dass die Liga im März dann mit der einfachen Runde komplett neu gestartet wird. „Vielleicht werden auch die bereits gespielten Partien gewertet“, sagt er. „Die Zeit läuft uns ja so langsam weg.“

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