ASV-Keeper Mrkva beißt in Coburg auf die Zähne

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Die ASV-Torleute Tomas Mrkva und Dennis Doden.

[UPDATE 19.15 Uhr] Hamm - Es ist eine lange Dienstfahrt, an deren Ende eine der sportlich schwierigsten Aufgaben der laufenden Saison wartet. Die Tatsache, dass sich Niels Pfannenschmidt im Vorfeld der Partie beim derzeitigen Tabellendritten HSC 2000 Coburg (Samstag/19.30 Uhr) wieder einmal mit einigen Hiobsbotschaften auseinandersetzen muss, macht die Sache für die Hammer nicht leichter.

„Es bleibt spannend“, sagt der ASV-Coach und meint damit weniger die sportliche als die personelle Situation. „Ich hätte nicht gedacht, dass es nach unserem Pech in den vergangenen Monaten noch schlimmer werden könnte – aber es geht.“ Zunächst drohten in Coburg beide ASV-Keeper auszufallen. 

Dennis Doden, der sich im vergangenen Heimspiel gegen die BBM Bietigheim eine Oberschenkelzerrung zugezogen hat, wird auf alle Fälle fehlen. „Bei Dennis geht es noch gar nicht. Die Verletzung ist hartnäckiger als gedacht“, versichert Pfannenschmidt. Und auch bei Tomas Mrkva sah es zunächst nicht besonders gut aus. Der Tscheche hatte sich im Donnerstag-Training den kleinen Finger ausgekugelt und klagt seitdem über große Schmerzen. Eine MRT-Untersuchung ergab gestern allerdings, dass ein Einsatz doch möglich ist. Mrkva wird an der Hand entsprechend getaped und ein Schmerzmittel nehmen. 

Hätte Mrkva nicht auflaufen können, hätte mit dem 20-jährigen Patrick Krömer aus dem Oberliga-Team nur noch ein Keeper zur Verfügung gestanden. Denn der zweite – Veit Lichtenegger – muss zeitgleich für die Reserve antreten. Dass sich auch noch Spielmacher Ondrej Zdrahala am Donnerstag mit einem grippalen Infekt krank meldete, dass die verletzten Lars Gudat, Savvas Savvas, Markus Fuchs und Jakob Macke nicht dabei sein werden und die beiden Zweitspielrecht-Akteure Mario Bergen und Valentin Schmidt zeitgleich für die TBV-Reserve in der 3. Liga antreten müssen, ist für den Hammer Trainer fast schon Tagesgeschäft. „Da haben wir bereits versucht, vor allem in der Deckung Lösungen zu finden“, sagt er. „Aber im Tor dürfte das schwierig werden.“ 

Macke, Savvas und Fuchs wieder im Aufbautraining

Immerhin befinden sich Macke, Savvas und Fuchs wieder im Aufbautraining, auch wenn ihre Rückkehr ins Team in den nächsten Wochen noch nicht zu erwarten ist. Dafür wird Jan Pretzewofsky aus der Reserve als dritter Linkshänder dabei sein. Erfreulich für die Planungen des Trainers ist auch, dass Stephan Just nach seiner Rückenblockade wieder voll belastbar ist, er entsprechend am Samstag dabei sein wird und neben Björn Zintel für die Ordnung im Hammer Spiel sorgen soll. „Apollo hat das bei unserem überraschenden Sieg in Minden ja auch gut gelöst“, ist Pfannenschmidt verhalten optimistisch. „Aber in der Abwehr müssen wir wieder ein bisschen jonglieren.“ 

Was gar nicht so leicht ist, angesichts der Tatsache, dass die Nationalspieler Mrkva, Zdrahala und Zintel erst im Laufe der Woche ins wieder Training eingestiegen sind und Pfannenschmidt am Donnerstag erstmals nach der Lehrgang-Abstellung alle Akteure zur Verfügung hatte. „Wir haben etwas mit Fabian Huesmann im Innenblock probiert“, sagt der Trainer. „Und auch für Spielmacher Adnan Harmandic haben wir uns etwas überlegt.“ Der ist Dreh- und Angelpunkt beim mit viel Routine und Klasse besetzten Aufstiegsaspiranten – und der Mann für die entscheidenden Situationen.

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