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Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen schlägt sich achtbar beim Deutschen Handball-Meister SC Magdeburg

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Von: Günter Thomas

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Warm machen - staunen: Alexander Schulze (links) und Andreas Bornemann freuen sich auf die Partie beim SC Magdeburg.
Warm machen - staunen: Alexander Schulze (links) und Andreas Bornemann freuen sich auf die Partie beim SC Magdeburg. © Kottmann

Als die Auftaktpartie des ASV Hamm-Westfalen in der Handball-Bundesliga beim Deutschen Meister SC Magdeburg in den letzten Zügen lag, hatten die rund 50 mitgereisten Fans des Aufsteigers längst ihr eigenes Urteil gefällt. „Olé, olé, Hamm-Westfalen, olé“ feierten sie ihre sich tapfer gegen die Niederlage stemmende Mannschaft, die am Ende nach der 23:31 (11:16)-Niederlage mit erhobenen Köpfen das Feld verlassen durfte.

Für Abwehrstratege Markus Fuchs und Kapitän Fabian Huesmann war der Auftritt beim Deutschen Meister zu einem Wettlauf mit der Zeit geworden. Beide hatten aufgrund von Verletzungen zuletzt im Training pausieren müssen, waren erst zum Wochenbeginn wieder in die Vorbereitung eingestiegen.

In der Startformation standen beide trotzdem. Und versuchten mit der Mannschaft zunächst einmal, Spielkontrolle zu erlangen, indem sie sich bemühten, den Gastgebern kein Tempospiel zu ermöglichen. Mit bedächtigem Aufbau hielten sie den Ball in den eigenen Reihen, meist bis die Schiedsrichter das Zeitspiel anzeigten. Auf der anderen Seite machten sie das Spiel aber auch schnell, wenn die Abwehr den Ball erobert hatte oder der SCM einen Treffer erzielt.  

Das erste Tor der Partie gelang auch Magdeburg -  durch Omar Ingi Magnusson. Der erste Treffer des ASV in der Bundesliga war nur wenige Sekunden später Jan von Boenigk vorbehalten, der nach Schneller Mitte zum 1:1 erfolgreich war.

Die Startphase gehörte dennoch den Gastgebern. Und als Nationalspieler Philipp Weber zum 4:2 einnetzte, sah es so aus, als würde die Partie früh ihren befürchteten Lauf nehmen (10.).

Doch es kam zunächst anders. In seiner besten Phase der Partie drehte der Aufsteiger das Ergebnis binnen weniger Minuten. Huesmann, Marian Orlowski, Savvas Savvas und zum krönenden Abschluss Tim Wieling per Gegenstoß sorgten mit vier Treffern in Folge zur Hammer 6:4-Führung – und dafür, dass bei Magdeburg-Trainer Bennet Wiegert der Puls rapide anstieg. (15.) Ein Team-Timeout, sorgte für den nötigen Break. Und als er anschließend die gleiche Sieben wieder auf die platte schickte, besorgten die ihren Job wesentlich konzentrierter. Felix Hertlein, zuvor noch mit bis dahin sechs Paraden glänzend im Spiel, kam nicht mehr an den Ball. Nach nur drei weiteren Minuten war Magdeburg wieder vorn (8:7).  

Bis zum 10:9 (24.) blieb der ASV dran, dann stellte der Meister in den verbleibenden sechs Minuten bis zur Pause die Weichen früh auf Sieg (16:11).  

Jan von Boenigk war es, der auch nach dem Wechsel den ersten Hammer Treffer erzielte - allerdings hatte Magdeburg bis dahin bereits drei weitere Tore zum 19:11-Zwischenstand nachgelegt (33.).

In der Folge hielt der ASV den Abstand - sehr zur Freude der mitgereisten Anhänger, die ihr Team lautstark feierten. Am 14:22-Rückstand nach 44 Minuten änderte das aber nichts.

Auch in der Folge kontrollierte der SCM das Geschehen, während Lerscht nun auch Niko Bratzke auf Rückraum Mitte und Jan Pretzewofski Einsatzzeit gönnte. Beide dankten es mit ihren ersten Treffern in der 1. Liga.

Auch als das Spiel längst entschieden war, gaben sich die Hammer nicht auf, kämpften verbissen um jeden Treffer und blieben auch in der Deckung beweglich. Einen sehenswerten Pass von Vladimir Bozic verwertete Huesmann per Gegenstoß zu seinem neunten Treffer, und nach der Schlusssirene legte er per Siebenmeter seinen zehnten Treffer nach - und lag zumindest damit im Rennen um den erfolgreichsten Torschützen der Partie am Ende knapp vor Magnusson (8).

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