Handball, 2. Bundesliga

Coronavirus: ASV zieht Reißleine - Spiel gegen Tusem Essen abgesagt

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Mehr als 2300 Karten waren bereits für das Topspiel des ASV Hamm gegen Tusem Essen verkauft worden.

[Update 11.20 Uhr] Hamm – Die angekündigte Entscheidung ist da - und sie ist so ausgefallen, wie es erwartet worden war: Das Topspiel der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und Tusem Essen fällt am Samstag aus. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Der Verein gab am Mittwochvormittag um 11 Uhr eine Pressemitteilung heraus, in der die Spielverlegung bestätigt wurde. Ausschlaggebender Grund war der NRW-Erlass in Sachen Coronavirus, der Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern auf unbestimmte Zeit untersagt.

"Nach einem ausführlichen Dialog mit der Stadt Hamm werden Durchführungsbestimmungen erarbeitet, die wir derzeit prüfen und die dann auch in der Folge für weitere Spiele gültig sein werden", wird ASV-Geschäftsführer Franz Dressel zitiert.

Dressel weiter: "Da wir aufgrund der über 2300 verkauften Karten nicht daraus 1000 Zuschauer auswählen können, haben wir uns entschlossen, nach dem Gleichheitsprinzip das Spiel gegen Tusem Essen am Samstag nicht stattfinden zu lassen.

Wir werden das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, daher behalten die Karten auch ihre Gültigkeit", so der Geschäftsführer.

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Wie der Verein mit den nächsten Heimspielen verfahren werde, könne noch nicht genau gesagt werden, "da am kommenden Montag in Köln eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit allen Handball Erst- und Zweitligaklubs stattfinden wird, um eine einheitliche Regelung bis zum Saisonende zu erarbeiten. Das Ziel aller Vereine dürfte sein, die Saison bis zum letzten Spieltag zu Ende zu spielen", so der ASV.

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Eigentlich sollte der ASV Hamm-Westfalen am Samstag sein Heimspiel gegen Tusem Essen um 19.15 Uhr in der Westpress-Arena austragen. Doch der Coronavirus hat jetzt auch Auswirkungen auf die Begegnungen in der 2. Handball-Bundesliga.

Denn das Land NRW hat per Erlass alle Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern oder Zuschauern bis auf Weiteres untersagt. 

Die Stadt Hamm will am frühen Mittwochmorgen nun darüber entscheiden, unter welchen erforderlichen Maßnahmen die Partie zwischen den beiden Aufstiegsaspiranten, zu der am Samstagabend mehr als 2000 Fans erwartet werden, durchgeführt werden kann.

ASV will kein "Geisterspiel" durchführen

„Wir werden dann schauen, ob diese Maßgaben für uns in der Kürze der Zeit umsetzbar und auch wirtschaftlich tragbar sind. Wir werden aber nicht vor 999 Zuschauern oder gar einer Geisterkulisse die Partie anpfeifen lassen.

Sollten wir die Maßnahmen nicht erfüllen können oder es eine Begrenzung der Zuschauer gibt, haben wir uns mit der Handball-Bundesliga und Tusem darauf geeinigt, dass das Spiel verschoben wird“, sagte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel, der am Dienstag unzählige Telefonate mit den Verantwortlichen der Stadt Hamm, von Tusem und von der Handball-Bundesliga geführt hatte.

HBL tagt außerordentlich am Montag 

Am Montag soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Handball-Bundesliga (HBL) eine einheitliche Lösung für alle Vereine der 1. und 2. Liga gefunden werden.

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