Basketballer basteln am Kader und an Weiterentwicklung der Abteilung

HammStars bleiben ihrer Strategie treu

Der Vertrag von Ivan Rosic gilt mindestens noch bis Sommer 2022. In den nächsten Wochen soll feststehen, mit welchen Spielern der Trainer der Hammstars in der kommenden Saison zusammenarbeiten wird.
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Der Vertrag von Ivan Rosic gilt mindestens noch bis Sommer 2022. In den nächsten Wochen soll feststehen, mit welchen Spielern der Trainer der HammStars in der kommenden Saison zusammenarbeiten wird.

Viel vor haben die Basketballer der TuS 59 HammStars. Nachdem ihre erste Saison pandemiebedingt frühzeitig zu Ende war und noch nicht so richtig erfolgreich, wollen sie in der kommenden Spielzeit zeigen, dass sie zurecht in die 1. Regionalliga gehören. Außerdem wollen die Hammer die Jugendarbeit ausbauen und die Reserve nach oben bringen. Alles gar nicht so einfach zu Coronazeiten.

Hamm – Wie in den anderen Ballsportarten auch, hat die Coronapandemie die Saison der Basketballer abrupt beendet. Am 24. Oktober feierten die TuS 59 HammStars ihren ersten Sieg in der 1. Regionalliga, dann kam der lange Lockdown, der auch jeden erhofften Restarttermin zunichte machte, und irgendwann kam die Absage. Das bescherte dem Neuling trotz des vorletzten Tabellenplatzes ein zweites Jahr in der höchsten Klasse des Westdeutschen Basketball-Verbands (WBBV). Jetzt geht es darum, die Weichen für die kommende Spielzeit zu stellen. Schließlich hat der aufstrebende Verein die Ambition, sich auf dieser Leistungsebene zu etablieren.

„Corona hat uns zum Stillstand gebracht und im Sponsorenbereich auch etwas zurückgeworfen“, erklärt Sportdirektor Markus Schwennecker. Nicht jedes Unternehmen könne die Basketballer weiter so unterstützen, wie es vor der Krise möglich gewesen sei. „Wir müssen wieder angreifen. Aber wir werden das stemmen.“

Denn auch wenn der Verband die Regionalliga als Breitensport eingestuft hat, weswegen die HammStars – im Gegensatz zum Beispiel zu den Eisbären in der Eishockey-Oberliga – den Spielbetrieb im Oktober einstellen mussten, von Nichts kommt auch in dieser Liga nichts.

Und Schwennecker denkt ja nicht nur an die erste Mannschaft, die zwar Aushängeschild, aber nicht Alleinunterhalter ist. Der ganze Verein soll vorangebracht werden. Schwennecker und seine Mitstreiter wollen Basketball auf gehobenen Niveau als festen Bestandteil in der Hammer Sportlandschaft etablieren.

Die Ziele: Klassenerhalt mit der ersten, Aufstieg mit der zweiten Mannschaft

„Unsere Strategie ist unverändert“, sagt der Sportdirektor. Und die Ziele sehen neben dem Klassenerhalt der Ersten auch den zeitnahen Aufstieg der Reserve in die Oberliga vor, um beide Teams näher aneinanderzubringen. Das ist für den Klub wichtig, um den nächsten Schritt bewerkstelligen zu können. „Wir wollen den Jugendbereich extrem ausweiten“, betont Schwennecker. Eigengewächsen soll eine Perspektive in Hamm geboten werden. „Das ist nur auf einem gewissen Niveau möglich“, sieht er das deutlich besser in der Ober- als in der Landesliga erfüllt.

Um sich weiterzuentwickeln, gehen die HammStars verschiedene Wege, auf denen die Sponsorengelder ebenfalls hilfreich sind. So soll die bestehende Kooperation mit den WWUBaskets - UBC Münster ausgebaut werden. Junge Spieler aus der Nachbarstadt, die es nicht direkt ins Pro-B-Teams schaffen, sollen ihre ersten Meriten im Seniorenbereich bei den HammStars sammeln können. Andersherum können Hammer Talente die Herausforderung in den Nachwuchsbundesligen mit den Münsteranern suchen.

Außerdem möchte der TuS 59 seine Jugendtrainer mit Lizenzen qualifizieren und Kinder bereits in der Schule für das Körbewerfen begeistern, wenn das wieder möglich ist. Die Verantwortlichen haben also viel vor in den nächsten Jahren.

Die Entwicklung beim Neuling stimmte

Nicht vergessen werden soll bei alledem allerdings die in den vergangenen Jahren so erfolgreiche erste Mannschaft. Da gilt es, die richtigen Schlüsse aus der kurzen Abbruchsaison zu ziehen. „Wir haben gesehen, dass wir mit den Großen nicht mithalten können, spielerisch und finanziell“, sagt Schwennecker und fügt schnell ein großes Aber hinzu. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel weiterentwickelt und konnten mit den Mannschaften mithalten, die teilweise schon jahrelang in der 1. Regionalliga spielen“, gefällt dem Sportdirektor der eingeschlagene Weg.

Der TuS 59 gewann zwar nur eine von sieben Partien, doch der Sieg war für die Hammer die Bestätigung, in der Liga gut aufgehoben zu sein. Weitere Punkte wären laut Schwennecker nur eine Frage der Zeit und der Klassenerhalt realistisch gewesen.

Dementsprechend setzt der Verein auf den Kern des bisherigen Teams. „Wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Wir bilden gerade eine Mannschaft“, sagt Schwennecker zum Status Quo: „Aber nicht alle werden bleiben“, fügt er mit Blick auf berufliche oder studienbedingte Veränderungen. „Das ist bei einer jungen Mannschaft halt so.“ Zeitnah wollen die HammStars die Namen der Zu- und Abgänge sowie der Akteure nennen, die weiter das Trikot tragen werden.

Rosic bekommt einen neuen Co-Trainer

Kein Fragezeichen gab es dagegen von vorneherein auf dem Trainerposten. „Ivan Rosic hat einen Vertrag bis 2022, das war sowieso schon klar“, erläutert Schwennecker. Ansonsten bleibt der Stab zu größten Teilen zusammen. Lediglich eine kleine Änderung mussten die Hammer bei der zweiten Mannschaft vornehmen, die auch Auswirkungen auf die erste hat.

Lukas Schöpe hat einen Arbeitsplatz in Bielefeld angenommen und kann nicht mehr in dem Umfang wie bisher als Coach der Reserve arbeiten. Deshalb wird ihm künftig Jakub Golebiewski zur Seite stehen, der auch gleichzeitig als Co-Trainer von Rosic agieren wird. Der frühere HammStars-Center betreute bislang die U 16 und U 18 und soll nach der Vorstellung der Verantwortlichen die Seniorenteams mit der Jugend enger verzahnen. „Er hat da einen guten Überblick“, sagt Schwennecker.

Saisonstart für Ende September geplant

Bei allen Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie plant der WBBV den Saisonstart in der 1. Regionalliga für das Wochenende 24. bis 26. September. Laut Schwennecker ist aber die genaue Zusammensetzung der Klasse unklar. Es gebe interessierte Vereine, die gerne aufsteigen würden, die letzte Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

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