ASV will Aufstiegsanwärter Erlangen ärgern

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Auf Jan Brosch müssen die Hammer gegen Erlangen verzichten.

HAMM -  Es war bereits das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage. Und doch fiel dieser Sieg aus dem Rahmen. Wegen des deutlichen Resultats. Vor allem aber wegen der Art und Weise, wie Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen die HG Saarlouis beim 38:23 nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen hatte.

„Das tat richtig gut. Es hat einfach Spaß gemacht“, sagt ASV-Trainer Kay Rothenpieler, dessen Team seiner Idealvorstellung von Handball ziemlich nahe kam. Was am Samstag (19 Uhr, Westpress-Arena) erneut der Fall sein soll. Dann allerdings wartet ein ganz anderes Kaliber auf die Hammer: der HC Erlangen.

Denn während Saarlouis mitten im Abstiegskampf steckt, sind die Franken als Tabellenzweiter ein heißer Aufstiegsanwärter. „Das ist eine ganz harte Nuss“, sagt Rothenpieler. „Erlangen hat vollkommen andere Ziele als wir und ist daher klarer Favorit.“

Was aber nichts daran ändert, dass die Hammer das Unterfangen ziemlich selbstbewusst angehen. Das Zwischentief Ende Februar/Anfang März, als vier Niederlagen in Serie die Gastgeber ins tabellarische Niemandsland abrutschen ließen, hat der ASV weit hinter sich gelassen, wie 6:0 Punkte aus den vergangenen drei Partien belegen. Die Weste der Erlanger blieb im gleichen Zeitraum übrigens ebenso makellos rein. „Wir wissen, was wir können“, meint Rothenpieler und verweist auch auf die mentale Wirkung von Erfolgen gerade gegen Ende einer sehr anstrengenden Saison. „Wenn wir noch einmal so eine Leistung wie gegen Saarlouis hinlegen, dann haben wir auch gegen Erlangen eine Chance. Vielleicht brauchen wir noch einen Tick mehr von allem.“

Soll heißen: von den Qualitäten, die das Hammer Spiel gegen Saarlous auszeichneten. Die „sehr, sehr gute Deckung“ gepaart mit der starken Torhüterleistung Tomas Mrkvas, dazu das hohe Tempo in den Offensivaktionen und eine große Effizienz in der zweiten Welle – der ASV wird all dies auf einem noch höheren Level abrufen müssen, will er die Erlanger in die Bredouille bringen. Dies gelang bei der 27:33-Niederlage im Hinspiel allenfalls phasenweise, ohnehin sahen die Hammer gegen den HCE in den jüngsten Vergleichen nicht gerade gut aus. „Wir müssen hochkonzentriert sein. Es muss unheimlich viel klappen“, meint Rothenpieler, fügt aber auch hinzu: „Vielleicht ist es jetzt mal an der Zeit, sie zu knacken.“

Schließlich ist der Appetit der Hammer noch längst nicht gestillt. Auch wenn das Team sieben Spieltage vor Saisonschluss jenseits von gut und böse steht, „ist die Mannschaft noch heiß und hungrig“, betont der Coach. Das Ziel, die letzten Heimspiele inklusive des heutigen siegreich zu gestalten, treibt die Hammer ebenso an wie der Wunsch, eine gute Spielzeit mit einem „sehr guten Ergebnis“ zu krönen. „Wir können noch eine Menge Punkte sammeln“, sagt der 43-Jährige. Und dann „mit einem positiven Gefühl aus der Saison gehen“.

Gegen Erlangen muss dieses Vorhaben mit einer dünnen Besetzung am Kreis gelingen. Jakob Macke ist der einzig verbliebene Akteur für diese Position im Aufgebot, da Björn Wiegers (Adduktorenprobleme) ebenso passen muss wie Jan Brosch, der aufgrund eines leichten Bandscheibenvorfalls außer Gefecht ist. Auch Julian Possehl fehlt, da der Erstligist TBV Lemgo seine Dienste benötigt. Die beiden anderen mit einem Zweitspielrecht ausgestatteten Akteure, Markus Fuchs und David Wiencek, stehen den Hammern derweil zur Verfügung, auch Fabian Huesmann ist wieder einsatzbereit. -  fh

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