Jasmin Schornberg mit guten Chancen auf Gesamt-Weltcup

+
Jasmin Schornberg liegt derzeit in der Weltcup-Gesamtwertung an zweiter Stelle.

Hamm - Für Sebastian Schubert vom Kanu-Ring Hamm ist der Weltcup am Wochenende im französischen Pau nur ein willkommener Test mit Blick auf die Kanu-Slalom-Weltmeisterschaft Mitte September in London, für Jasmin Schornberg könnte der Wettkampf in den Pyrenäen sogar zum Saison-Höhepunkt werden.

Denn während Schubert bei nur zwei Weltcup-Starts keine Chance mehr hat, seinen in den beiden Vorjahr gewonnen Titel zu verteidigen, liegt Schornberg als Zweite der Gesamtwertung sehr gut im Rennen. „Ich fühle mich derzeit gut und werde am Sonntag noch einmal alles versuchen, auf das Podest zu fahren“, gibt sich die 29-Jährige Ex-Weltmeisterin kämpferisch. Da Schornberg in der internen Qualifikation des Deutschen Kanu-Verbandes nur den vierten Platz belegte, hat sie sich nicht für das WM-Team qualifiziert. Deswegen war sie auch am vergangenen Wochenende beim Weltcup im spanischen La Seu d’Urgell vertreten, während die A-Mannschaften des DKV pausierten. Mit Platz zehn im Finale wahrte sie die Chance auf einen Triumph in der Gesamtwertung.

„Alle liegen vorn sehr eng zusammen. Es ist noch alles möglich“, meint Schornberg, zumal im letzten Wettbewerb doppelte Punkte vergeben werden. Für den Sieg gib es in Pau 120 statt der ansonsten üblichen 60 Zähler. „Erst einmal muss ich überhaupt das Finale am Sonntag erreichen. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Da darf man sich keine Fehler erlauben“, betont die gebürtige Lippstädterin, die seit ihrem 14. Lebensjahr für den Kanu-Ring fährt.

Während sich die anderen Aktiven des Leistungsklassenbereichs nach Pau gezielt auf die WM vorbereiten, bleibt Schornberg anschließend nur noch der Abschluss des Deutschland-Cups am 7. September in Budweis. „Danach ist für mich die Saison beendet. Dann werde ich erst einmal relaxen.“ An das Karriere-Ende denkt sie aber nicht. „Die Olympischen Spiele 2016 in Rio sind für mich noch einmal das große Ziel. Ich werde im kommenden Jahr erneut angreifen und alles versuchen, das Olympia-Ticket zu buchen“, betont Schornberg, die vor drei Jahren bei Olympia in London Rang fünf belegte und diese einmalige Atmosphäre gern erneut genießen möchte.

Rio ist auch das Fernziel von Sebastian Schubert, doch seine Konzentration gilt jetzt erst einmal der Vorbereitung auf die WM Mitte September in London. Als Härtetest will aber selbst Bundestrainer Michael Trummer den Weltcup in Frankreich nicht bewerten. „Dazu ist das gesamte Trainingsprogramm zu spezifisch auf die erfolgreiche WM-Teilnahme ausgerichtet“, erklärt der Coach. Schubert ist dennoch sehr ehrgeizig: „Wenn man ins Wasser geht, will man auch ein gutes Resultat erreichen. In Pau kann ich sehen, was mit Blick auf die WM schon gut läuft oder was mir noch fehlt.“

Die Strecke in den Pyrenäen bezeichnet er als „sehr schwer, sogar als schwerste der gesamten Weltcup-Serie. Sie hat ein steiles Gefälle, es gibt große Abfälle, deshalb fließt das Wasser auch sehr schnell“, erzählt der 27-jährige Heessener. „Da sind Kraft und gute Technik gefragt. Man muss schnell die richtige Linie finden. Fehler beim Anfahren der Tore darf man sich nicht erlauben. Die kann man durch die Sprints zwischen den Toren nicht mehr gutmachen.“ Auch Schubert möchte am Samstag erst einmal das Finale erreichen. „Dann wird man sehen, was möglich ist“, sieht er dem Wettkampf gelassen entgegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare