Trotz Absagen der ersten beiden Saisonspiele

Jürgen Welp übt sich beim SV Stockum in Optimismus

Jürgen Welp, hier noch in Diensten des SVE Heessen.
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Jürgen Welp, hier noch in Diensten des SVE Heessen.

Der Auftritt seines SV Stockum in Uentrop war kurios und für Trainer Jürgen „Tülle“ Welp am Ende auch ziemlich unangenehm.

Hamm –Der Hammer Trainer des Fußball-A-Kreisligisten SV Stockum war am Sonntag zwar – schon mit dezimiertem Kader – zur Partie beim TuS Uentrop I angereist, doch wie in einem schlechten Abzählreim blieben zu wenig Spieler übrig, um im Giesendahl noch antreten zu wollen – auch wenn die Mindeststärke bei Spielbeginn nicht unterschritten war. Die Begegnung wurde von den Stockumern abgesagt und von der Staffelleitung gleich mit 2:0 für die Gastgeber gewertet. „Ich hätte gerne gespielt, es waren ja auch reichlich Zuschauer da“, bedauerte Welp.

Am Ende waren es acht Spieler

Mit neun Spielern war der 61-Jährige zur Partie des zweiten Spieltages in den Giesendahl gefahren. Doch dann waren von drei Akteuren, die nach der Partie der Reserve beim VfK Nordbögge II anreisen und die Mannschaft auffüllen sollten, zwei verletzt. Zu allem Überfluss meldete schließlich das DFB.net beim Erstellen des Spielberichts, dass zwei Akteure noch eine Gelb-Rot- und eine Rotsperre aus der vergangenen Saison abzusitzen hatten – blieben acht Stockumer übrig. „Komisch, im Pokal durften sie spielen, jetzt war da auf einmal ein Sperrvermerk hinter ihrem Namen“, berichtet Welp. Im ersten Moment sei das für ihn nicht nachzuvollziehen gewesen. Letztlich ist es von den Statuten her aber korrekt.

Nicht die erste Absage

Es war ja nicht die erste Absage des SVS. Auch am ersten Spieltag rollte der Ball nicht – da aber, weil die Plätze in Stockum nach Starkregen unbespielbar waren. Auch hier hatte es den TuS Uentrop getroffen, allerdings mit seiner Reserve. Nun soll diese Partie am Donnerstag (9. September, 19 Uhr) nachgeholt werden. „Zu 99,9 Prozent“, sagt Welp, sei er sich sicher, dass das Spiel stattfindet – auch wenn Personal weiter knapp ist und Gewitter mit einem Regenrisiko von 80 Prozent vorhergesagt werden.

Gesamtsituation soll besser werden

Aber es soll alles besser werden in der Stockumer Gesamtsituation, da ist Welp sich auch sicher. Aktuell umfasst der Kader 18 Spieler – zu wenig, um eine Saison ordentlich über die Bühne zu bringen. „Aber wir hatten zuletzt vier Spieler beim Training, bei denen wir schauen wollen, ob wir sie verpflichten.“ Am Montagabend trafen sich Trainer und die sportliche Leitung, um zu sehen, wie es weitergeht, und auch über dieses Quartett zu beraten. Offen ist, welche spielerische Qualität es mitbringen würde. „Ab morgen geht es wieder bergauf“, meint Welp dennoch. Dabei hat er Personalmangel schon länger zu verwalten. Bereits in der „sehr, sehr schlechten Vorbereitung“ mussten Spiele abgesagt werden – auch, weil vermeintliche Zugänge ihre Zusagen nicht einhielten. Nun gehe es wieder in die richtige Richtung. Welp: „Zwei bis vier Wochen brauchen wir, um da zu sein, wo wir sein wollen.“ Und wenn nicht, wie länge hält beim Trainer der Geduldsfaden? „Da“, sagt er, „sage ich mal lieber nichts zu.“

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