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Hengst krönt WM mit Bronze im Extreme Slalom

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Von: Peter Schwennecker

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Stefan Hengst nach der Siegerehrung im Extreme Slalom mit der Bronzemedaille. © IMAGO/kolbert-press/Christian Kolbert

Diese Weltmeisterschaften wird Stefan Hengst, Slalom-Fahrer des Kanu-Rings Hamm, in bester Erinnerung behalten. Nachdem der Heessener schon am Mittwoch zum Auftakt der Titelkämpfe in Augsburg Gold mit der Mannschaft geholt hatte, durfte er sich am Sonntag zum Abschluss der stimmungsvollen Tage in seiner Wahlheimat über Bronze im Extreme Slalom freuen.

Augsburg – „Ich bin total happy. Nach Gold mit dem Team hier auch noch eine Medaille im Einzelwettbewerb zu holen ist fantastisch. Damit bin ich mehr als zufrieden“, strahlte der 28-Jährige nach der Siegerehrung.

Hengst, der 2019 in Prag sogar Weltmeister in dieser Disziplin geworden war, scheiterte im Vorjahr in Bratislava bereits im Zeitlauf. Diesmal zeigte er sich bei den Time Trials aber in Bestform und fuhr hinter dem späteren Weltmeister Joseph Clarke aus Großbritannien die zweitbeste Zeit. In den ersten K.o.-Runden setzte sich der Hammer stets als Sieger durch. Im Finale geriet er aber gleich ins Hintertreffen. „Den Start zum Medaillenrennen habe ich verpatzt, lag zunächst ganz hinten“, berichtete Hengst. Clarke und der Franzose Anatole Delassus setzten sich zunächst etwas ab. Den Schweizer Dimitri Marx konnte Hengst früh überholen. „Dann habe ich noch einmal alles versucht, auch an Delassus heranzukommen. Doch das klappte nicht mehr. Dabei bin ich sogar Risiko gegangen und habe Marx die Chance gegeben, mich umzufahren. Doch das hat er zum Glück nicht mehr geschafft.“

Jetzt erst einmal Urlaub

Nach der Siegerehrung zog Hengst ein positives Fazit der WM-Tage. „Vor so einer fantastischen Kulisse und bei dieser prächtigen Stimmung auch noch zwei Medaillen zu gewinnen, davon hätte man zuvor nur träumen können“, meinte Hengst, der in den nächsten Tagen erst einmal kein Boot mehr sehen will. „Ich mache jetzt erst einmal Urlaub, möchte mich mit anderen Dingen beschäftigen“, erklärte der KR-Athlet, für den in dieser Saison noch zwei Weltcuprennen in Pau (Frankreich) und La Seu d’Urgell (Spanien) anstehen.

Im Kajak--Einer hatte Hengst am Samstag mit Platz 17 im Halbfinale das Finale verpasst. Die reine Laufzeit hätte eigentlich locker für die Runde der besten Zehn gereicht, doch handelte sich der Heessener an Tor 15 und 17 jeweils zwei Strafsekunden ein und hatte am Ende in 99,27 Sekunden deutlich das Nachsehen.

Aus für Schornberg im Halbfinale

Für Jasmin Schornberg, die zum Auftakt der Titelkämpfe am Mittwoch ebenfalls Gold mit dem deutschen Damen-Team gewonnen hatte, war die WM im Einzelwettbewerb bereits am Samstag nach dem Halbfinale beendet. Den Endlauf der besten zehn Boote verpasste sie in 121,53 mit Platz 25 um zehn Sekunden deutlich. „Eigentlich hatte ich einen Supereinstieg ins Rennen, die Stimmung war echt mega. Die Leute haben mich fast bis ins Ziel getrommelt. Ich habe auch alles gegeben, aber an den letzten drei Abwärtstoren hat mich dann einfach die Kraft verlassen“, begründete die 36-Jährige die zwei Torstabberührungen. Enttäuscht war Schornberg aber keineswegs. „Ich habe hier mein Bestes gegeben und kann deshalb sehr zufrieden auf diese Weltmeisterschaft zurückblicken“, beteuerte die Kanu-Ring-Athletin, die jetzt sportlich erst einmal kürzer treten und sich mehr um ihre zweijährige Tochter Paula kümmern will.

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