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HSV will frischen Schwung mit nach Ennepetal nehmen

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Von: Patrick Droste

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HSV-Trainer Steven Degelmann muss in Ennepetal auf seinen Innenverteidiger Emre Cakir verzichten.
HSV-Trainer Steven Degelmann muss in Ennepetal auf seinen Innenverteidiger Emre Cakir verzichten. © Carsten Loos

Die Hammer SpVg holt im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga verlässlich die Punkte zuhause. Nun soll es auch mal auswärts klappen.

Hamm - Der Blick auf die Auswärtstabelle verheißt für die Partie am Sonntag (14.45 Uhr) beim TuS Ennepetal wenig Gutes. Da steht die Hammer SpVg mit null Punkten und lediglich vier erzielten Treffern auf dem letzten Platz. Und wenn das Team von Trainer Steven Degelmann am Ende den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga schaffen will, darf es sich nicht nur auf die Heimstärke verlassen, sondern muss auch in der Fremde etwas Zählbares einfahren: „Ich hoffe, dass wir vom vergangenen Sonntag den entsprechenden Mut mitnehmen können und dass dieser Last-Minute-Sieg gegen Victoria Clarholz so etwas wie ein Brustlöser war.“

Beste Stimmung im Training

Der Stimmung in der Trainingswoche hat der 4:3-Erfolg nach einem 0:2-Pausenrückstand und einem 3:3-Ausgleich in der 90. Minute überaus gut getan. Daraus macht auch Degelmann keinen Hehl. „Die Laune war natürlich richtig gut. Halil Dogan ist die ganze Zeit mit einem Dauergrinsen durch die Gegend gelaufen“, spielt der Coach auf den von Dogan in der Nachspielzeit verwandelten Strafstoß an, der im Hammer Osten für ein lange vermisstes Überschwappen der Emotionen gesorgt hatte. „Das war einfach ein schöner Moment, den wir in dieser Form lange nicht gehabt hatten“, stellt Degelmann klar und hofft nun, dass seine Mannschaft aus der Heimpartie das nötige Selbstvertrauen mitnehmen wird, um auswärts das Premieren-Erfolgserlebnis feiern zu können.

„Von Beginn an da sein“

Zumal die HSV in der Begegnung mit den Ostwestfalen gezeigt hat, dass sie im Laufe eines Spiels deutlich zulegen kann und eine Menge Luft hat, um den längeren Atem zu haben. Allerdings darf sie nicht erneut eine ähnlich konfuse Leistung im ersten Abschnitt abliefern wie gegen die Victoria. Denn der TuS Ennepetal ist eine deutlich erfahrenere und robustere Truppe als der Gegner der Hammer vom vergangenen Sonntag. Wir müssen von Beginn an da sein. Und dann haben wir gegen Clarholz gezeigt, wie gefährlich wir über die Flügel sind und wie gut wir das Spiel aus dem Zentrum verlagern können“, sagt Degelmann – und meint damit zum einen Patrick Schmidt, der als rechter Verteidiger gleich zwei Tore vorbereitet hatte, und zum anderen Zivko Radojcic, der nach seiner Einwechslung zur Pause mit Philipp Grodowski viele maßgenaue Pässe von der Sechserposition gespielt hatte.

Als Lohn winkt Startelf-Platz

„Es war sicherlich ungewöhnlich für die Oberliga, dass sich unsere beiden defensiven Mittelfeldakteure gegen Clarholz in der zweiten Halbzeit zehn bis 15 Meter tief in der gegnerischen Hälfte ohne Druck die Bälle zupassen konnten, von daher können wir das im Trainerteam schon einschätzen. Dennoch haben sich die Jungs, die nach der Pause zum Einsatz gekommen sind, schon aufgedrängt“, deutet der HSV-Coach damit an, dass er wohl auf die gleiche Formation setzen will, der gegen Clarholz die furiose Aufholjagd geglückt war: also mit den beiden jungen Mika Oxe und Julius Woitaschek in den zentralen Positionen der Viererkette und Grodowski sowie Radojcic im defensiven Mittelfeld. Fehlen werden der HSV in Ennepatel Emre Cakir (Rotsperre) und Tobias Fuest (muskuläre Probleme).

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