Live-Ticker auf wa.de

HSV - Rhynern: Große Vorfreude aufs Derby im Halbfinale des Kreispokals

In der vergangenen Saison trug Patrick Franke noch das HSV-Trikot, jetzt tritt er mit dem SV Westfalia Rhynern erstmals bei seinem Ex-Verein an.
+
In der vergangenen Saison trug Patrick Franke noch das HSV-Trikot, jetzt tritt er mit dem SV Westfalia Rhynern erstmals bei seinem Ex-Verein an.

Die Hammer SpVg und der SV Westfalia Rhynern treffen am heutigen Mittwochabend (19 Uhr) im Kreispokal-Halbfinale aufeinander. Die Vorfreude ist groß, wir berichten im Live-Ticker.

Hamm - Oftmals ist der Kreispokal für die Vereine nur eine leidige Pflicht, die zwischen den intensiven Meisterschaftsspielen erfüllt werden muss. Doch nicht, wenn die Hammer SpVg und der SV Westfalia Rhynern aufeinandertreffen. 

Und nicht, wenn es nach einer monatelangen Pause aufgrund der Coronavirus-Pandemie das erste Pflichtspiel seit Anfang März ist. Und auch nicht, wenn dieses Prestigeduell in der Mitte der Vorbereitung auf die neue Spielzeit eine wichtige Standortbestimmung bei beiden Teams ist.

Entsprechend groß ist die Vorfreude auf beiden Seiten vor dem Duell im Kreispokal-Halbfinale der Saison 2019/20 am Mittwochabend um 19 Uhr (im Live-Ticker ier auf WA.de), bei dem die HSVer im Hammer Osten Heimrecht genießen.

„Außerdem habe ich Spaß daran gefunden, bei uns im Stadion auf der Bank zu sitzen“, sagt HSV-Trainer Steven Degelmann, der zwar schon seit Anfang Januar im Amt ist, beide Meisterschaftspartien vor dem coronabedingten Abbruch aber auswärts absolvieren musste.

HSV - Rhynern: Für Kaminski immer ein Duell mit Brisanz

Und auch Michael Kaminski macht keinen Hehl daraus, dass die Partien in seiner alten sportlichen Heimat für ihn immer etwas Besonderes sind. „Es ist rund ein Jahr vergangen seit dem letzten Derby. Entsprechend groß ist bei mir und bei der Mannschaft die Lust auf dieses Spiel“, sagt der Westfalia-Coach. „Und auch, wenn es nur Pokal ist, dieses Duell hat immer eine gewisse Brisanz.“

Aufgrund der Ergebnisse der vergangenen Saison und der Tatsache, dass die Rhyneraner auf ein eingespieltes Team setzen können, gehen die Gäste als Favorit in dieses Ortsderby. Doch der Auftritt gegen den Drittliga-Absteiger Preußen Münster am Sonntag (0:1) hat den HSVern Mut gemacht.

Testspiel: Hammer SpVg - Preußen Münster 0:1

„Da hat man gesehen, dass trotz des großen Umbruchs die Abstimmung bei uns schon gut passt und dass wir defensiv kompakt stehen“, meint Degelmann – und fügt hinzu: „Beim 9:1-Testspielsieg gegen den SVE Heessen haben wir auch gezeigt, dass wir nach vorne Qualität haben und wissen, wo das Tor steht. Von daher hoffen wir auf ein positives Ergebnis.“

HSV - Rhynern im Kreispokal: Trainer setzen auf beste Mannschaft

Gerade im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Vorbereitung und den Start in die neue Spielzeit könnte ein Sieg für die in der vergangenen Oberliga-Saison komplett sieglosen HSVer eine wichtige Signalwirkung haben. 

„So etwas könnte für positive Stimmung sorgen und die Mannschaft pushen“, betont Degelmann, der daher die beste Mannschaft, die sich im bisherigen Verlauf der Vorbereitung herauskristallisiert hat, auflaufen lassen wird.

„Wir brauchen einfach schnell ein gutes Gerüst. Die Jungs, die Mittwoch nicht spielen, haben am Freitag gegen Hordel die Chance, sich zu beweisen“ stellt Degelmann klar, der einem Großteil seiner Schützlinge noch die Bedeutung dieses Stadtduells klarmachen muss. 

„Für viele bei uns ist es das erste Derby. Ich weiß, man ist vorher immer um Ruhe bemüht. Aber manchmal reichen ein oder zwei Aktionen, und schon ist Feuer auf dem Platz.“ Verzichten müssen die Hammer auf Roland Kapinga, Lyubomir Ivanchev und wahrscheinlich auch auf Steven Kodra.

Auch die Rhyneraner müssen mit Dennis Gutsche und Sezer Toy auf zwei Akteure verzichten. Ansonsten aber wird Kaminski seine derzeit stärkste Formation auf das Feld schicken. Denn das Ziel, mit dem die Gäste in den Hammer Osten reisen, ist klar gesteckt: „Zuletzt haben wir viel getestet Aber jetzt ist es ein Pflichtspiel, dementsprechend gehen wir das an. Denn wir sind hungrig auf den Titel und wollen auf dem Weg ins Finale auch diese Hürde nehmen.“

HSV - Rhynern im Kreispokal: Respekt für die Hammer SpVg

Kaminski hatte sich am Sonntag die Partie der HSV gegen Münster angeschaut und nahm anschließend die Erkenntnis mit nach Hause, „dass sie das ganz ordentlich gemacht und in der Defensive gut gestanden haben.“ Trotzdem nimmt der Coach die Favoritenrolle an. „Auch wenn der Pokal immer mal wieder eigene Gesetze hat, sind wir selbstbewusst genug, um uns nicht als Außenseiter zu sehen. Wir haben nicht so viele neue Akteure in unseren Reihen, die sich noch finden müssen. Vielmehr verfügen wir über ein eingespieltes Team. Und daher verlange ich von der Mannschaft am Mittwoch auch, dass man diese Automatismen sieht.“

Hinweis der HSV: Die Hammer SpVg bittet darum, dass sich alle Besucher der Partie – 300 Zuschauer können das Pokalspiel aufgrund der Corona-Vorschriften verfolgen – vorher bis 17 Uhr über die Webseite der HSV online registrieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare