Hammer SpVg unterliegt beim TuS Ennepetal mit 1:3

+
Kein Durchkommen gab es für die HSV in Ennepetal.

Hamm - Mit 3:1 (2:0) gewann der TuS Ennepetal das Duell der Tabellennachbarn in der Fußball-Oberliga gegen die Hammer SpVg und kletterte damit auf den vierten Rang, während die HSV auf den neunten Platz abrutschte.

„Das war ein Spiel, in dem sich bei uns keiner erlauben kann, den Mund aufzumachen“, ließ HSV-Trainer Oliver Gottwald seinem Ärger Luft. „Das war Kollektivversagen. Und darum haben wir auch verdient verloren.“ Sein Ennepetaler Kollege Imre Renji war wesentlich besser gelaunt. Schließlich hatte er „eines der besten Spiele meiner Mannschaft in dieser Saison“ gesehen. „Wir haben das nach vorne gut und schnell gemacht. Das war entscheidend“, ergänzte der TuS-Coach. „Wir haben versucht, die Räume hinten eng zu machen und Semih Yigit aus der Partie zu nehmen. Das ist gelungen. Das einzige, das ich meiner Mannschaft vorwerfen könnte, ist unsere Chancenauswertung.“

Entscheidend für den Erfolg der Gastgeber war allerdings die Tatsache, dass sie überhaupt zu dieser großen Anzahl an Gelegenheiten kommen konnten. Denn die Hammer Defensive agierte genau fünf Minuten lang sicher. Dann sorgte gleich die erste Chance der Ennepetaler für die Führung: Nach einem überflüssigen Freistoß leistete sich die Hammer Mannschaft einen kollektiven Stellungsfehler: ein Querpass, und Torschütze Christian Hausmann stand blank vor HSV-Torhüter Manuel Lenz. „Da wird der Ball einfach reingelöffelt, wir zeigen körperloses Abwehrverhalten. Da kann der quer legen, und wir liegen zurück“, fasste Gottwald das naive Spiel seiner Mannen zusammen. „So darf da einfach kein Gegentor fallen.“

Mit einer Aktion war der gute Anfang der Hammer Geschichte. Ennepetal stand sicher in der Deckung, ließ kaum Räume für die Gäste zu und war auf der anderen Seite nach der Balleroberung sehr schnell auf den Beinen.

Die Folge: Hamm erspielte sich bis zur Pause zwar ein Eckenverhältnis von 5:1 – doch nach klaren Chancen lag der TuS bis zum Halbzeitpfiff mit 3:1 vorn. Einem Heber von Michael Kaminski über das Tor auf der einen Seite (23.) standen 100-prozentige Möglichkeiten für Ennepetal durch Anas Chaoui (28.) und Marc Schröter (30.) gegenüber. Zuvor hatte allerdings Schröter bereits mit einer Nicht-Chance für das 2:0 gesorgt (24.), als er in einen zu kurz geratenen Rückpass von Kevin Thume gesprintet war. „Das ist ein 18-jähriger Bursche, das kann passieren“, nahm Gottwald den Youngster in Schutz, bemängelte aber, dass „wir danach eine Phase hatten, in der wir gar keine Ordnung hatten. Bei jedem Ball, der lang rein gespielt wurde, brannte es bei uns ja lichterloh. Alle rennen nach vorne und bleiben dann stehen – wenn Ennepetal zu dem Zeitpunkt ein bisschen cleverer ist, kassieren wir auch noch das dritte und vierte Tor.“

Das dritte gab es dann direkt nach der Pause. Wieder hatte die HSV den besseren Start erwischt, drängte auf den Anschlusstreffer und brachte sich selbst in Bedrängnis. Ex-Profi Giovanni Federico hatte nach einem der zahlreichen HSV-Fehlpässe im Mittelfeld den Ball zu Schröter weitergespielt, der keine Mühe, das 3:0 zu erzielen (51.).

Bei der HSV keimte noch einmal Hoffnung auf, als Hugo Magouhi zwei Minuten später nach einer Ecke von Semih Yigit für die Gäste per Kopf zum 3:1 erfolgreich war. Doch in der Folge hatten Semih Yigit (57., 65.) und der in der Pause eingewechselte Jochen Höfler (68.), 80.) nicht das nötige Glück, um die Partie noch einmal spannend zu machen.

Auf der anderen Seite hätten Kai Strohmann (57.), Schröter (59., Pfosten), Nettersheim (67., Latte und 90.) jeweils frei vor dem Tor auftauchend, erhöhen müssen. Und spätestens als Magouhi auch noch die Rote Karte sah (75.), war die Partie entschieden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare