Auswärtspunkt:

HSV spielt trotz starker Vorstellung in Hüls nur 0:0

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Hamms Winter-Neuzugang Roman Maciejak (rechts) rackerte und lief viel, doch ein Tor gelang ihm nicht.

MARL - Der Schlusspfiff war verhallt, das Ergebnis stand fest – doch viel anzufangen wussten damit weder die Spieler des VfB Hüls noch die der Hammer SpVg. Für die Gastgeber aus Marl war der eine Punkt mit Blick auf eine dominante erste Halbzeit zu wenig. Unbefriedigend war das torlose Remis aber auch für die HSV nach 30 Minuten Dauerdruck in der zweiten Hälfte.

Von Simon Stock

Roman Maciejak dokumentierte den Unmut der Gäste am besten: Er drosch den Ball nach dem Abpfiff vor Verärgerung so hoch, wie es nur irgend ging. Sein Trainer war nach der Partie dagegen sachlich: „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel in die Hand genommen. Schade, dass sich die Jungs nicht für ihre Leistung belohnt haben. Wenn wir das Tor machen, fällt Hüls zusammen wie ein Kartenhaus. Die VfB-Spieler waren stehend k.o.“, meinte Oliver Gottwald, der jedoch die Leistung seines Teams in der ersten Halbzeit nicht vergessen hatte: „Wir waren bei gegnerischem Ballbesitz oft einen Schritt zu spät. Das war wie eine Kettenreaktion. Da hatten wir Probleme.“

Die hatte die HSV, die kurzfristig auf den grippekranken Kevin Kisyna verzichten musste, in der Tat. Nach ausgeglichener Anfangsphase kamen die Gastgeber besser in die Partie. Lang hatten sie nicht gebraucht, um den Schwachpunkt der HSV zu finden: die rechte Seite. Dort verteidigte Dursun Akdag für den angeschlagenen Dennis Jungk. Das musste er viel häufiger tun als ihm lieb war, da Danny Radke vor ihm defensiv keine große Hilfe war. Immer wieder gab es Löcher, durch die Hüls oft und gern schlüpfte. Etwa in der 28. Minute, als Marc Schröter halblinks frei zum Schuss kam, sein Schlenzer jedoch gegen den Pfosten knallte.

Bereits acht Minuten zuvor war es die VfB-Spitze gewesen, die nach einem Missverständnis zwischen Faysel Khmiri und Damir Kurtovic unverhofft an den Ball kam. Schröters Schuss war jedoch zu überhastet und ungenau. Gottwald, im Gegensatz zur Vorwochen-Niederlage gegen den SC Aplerbeck (1:2) ein lautstarker Motivator an der Linie, reagierte: Er stellte den dauer-ackernden Maciejak auf rechts und beorderte stattdessen Radke in die Spitze. Die Sorgen in der Defensive wurden kleiner, die in der Offensive blieben: „Wir haben die Bälle zu schnell verloren“, kritisierte Gottwald.

Sieben Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit war für den enttäuschenden Radke ganz Schluss. Es kam Serafettin Sarisoy – und mit ihm Ballsicherheit und Zug ins Offensivspiel der Gäste. „Er hat die Fäden gezogen, er war sofort da“, lobte der HSV-Coach. Jochen Höfler, der bis dahin auf der Zehnerposition ein Schattendasein gefristet hatte, rückte nach vorn. Die großen Chancen hatten jedoch andere. Emre Demir trat den Ball zunächst aus kurzer Distanz über das Tor (59.). Die größte Gelegenheit hatte in der Hochphase der HSV Kapitän Khmiri. Er scheiterte aber an VfB-Torwart Rafael Hester (83.). „Der Winkel war zwar spitz, trotzdem muss der Ball drin sein“, ärgerte sich Khmiri.

Vom dynamischen Offensivspiel der Gastgeber war nach der Pause nicht mehr viel zu sehen. Nur bei Kontern waren sie noch gefährlich. Die Versuche von Schröter (75.) und Serdar Yigit (77.) brachten das HSV-Tor nicht in allzu große Gefahr, der 18-Meter-Schuss des früheren Oberhausener Zweitliga-Profis Markus Kaya (89.) strich jedoch nur knapp am Kasten von Manuel Lenz vorbei. Es blieb beim 0:0.

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