Fußball

Hammer SpVg II siegt am Grünen Tisch - Spiel wird neu angesetzt

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Dennis Herrmann, Trainer der Hammer SpVg II.

Bereits vor dem ersten Punktgewinn der Rückrunde am Sonntag in Liesborn (4:4) hat Fußball-Bezirksligist Hammer SpVg II ein Erfolgserlebnis abseits des Rasens eingefahren.

Hamm - Das Verbandssportgericht hat einem Berufungsantrag des Klubs stattgegeben: Die Partie des Schlusslichts gegen den TuS Viktoria Rietberg muss neu angesetzt werden.

Der Auslöser für die Auseinandersetzung liegt schon ein halbes Jahr zurück. Die HSV II konnte das für den 29. September 2019 angesetzte Pflichtspiel nicht austragen, da vor der Partie drei Akteure in einem Autounfall verwickelt waren. Torhüter Jan Strotmann, Ünal Ucar und Selim Mechken, der Fahrer des Wagens, klagten in der Folge über Kopfschmerzen und waren laut HSV-Teammanager Ulrich Rolfing nicht einsatzbereit. „Da außerdem die Mannschaft, nachdem die Spieler die Nachricht erhalten hatte, unter Schock stand, war die Absage für uns die einzige Option“, sagte Rolfing damals.

"Unter Fairplay stelle ich mir etwas anderes vor"

Was folgte, war für die Verantwortlichen der Rot-Weißen nicht minder unerfreulich. Da Rietberg eine Neuansetzung im Oktober strikt ablehnte, wertete Staffelleiter Herbert Nüsken die Partie mit 2:0 für den TuS. „Das Verhalten von Rietberg ist für mich eine große Enttäuschung, unter Fairplay stelle ich mir etwas anders vor“, kritisierte Rolfing und legte Einspruch gegen die Wertung ein. Doch auch vor dem Bezirkssportgericht blieb der Berufungsantrag erfolglos.

Die Verantwortlichen der HSV zogen in nächster Instanz vor das westfälische Sportgericht – mit dem erhofften Erfolg. Sportrichter Georg Schierholz teilte mit, dass das Urteil in der Berufungssache rechtskräftig ist und die Partie wiederholt werden muss. 

Aus dem Urteil heißt es dazu im Wortlaut: „Der betroffene Verkehrsunfall als unabwendbares Ereignis war höhere Gewalt. Der Unfall ist dem Verein nicht anzulasten, kann somit auch kein unsportliches Verhindern eines Pflichtspiels (...) sein. Der betroffene PKW war mit drei Spielern besetzt, von denen zumindest zwei attestierte Verletzungen davongetragen hatten. Der Fahrer musste zudem am Unfallort verbleiben. Entgegen den Ausführungen des angefochtenen Urteils war dem Berufungsführer nicht zuzumuten, mit nur neun Spielern anzutreten.“ Staffelleiter Nüsken muss sich jetzt um eine baldige Neuansetzung kümmern.

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