HSV tut sich im Pokal beim 3:1 über Uentrop schwer

Hamm - Die Verlierer strahlten, waren überaus zufrieden und stolz auf ihre Leistung. Die Gewinner schlichen derweil schnellstmöglich vom Platz, wollten sich nicht länger als nötig mit ihrer schwachen Vorstellung beschäftigen.

„Wir sind eine Runde weiter. Alles andere interessiert mich nicht. Ab jetzt denken wir nur noch an unser Spiel am Sonntag gegen Rhynern“, sagte Oliver Gottwald, Trainer des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg, nach dem mühevollen 3:1 (1:1)-Sieg in der dritten Runde des Kreispokals beim überraschend stark auftrumpfenden A-Ligisten TuS Uentrop.

Die Partie hatte eigentlich standesgemäß begonnen, als die HSV bereits nach fünf Minuten mit 1:0 in Führung ging. Semih Yigit hatte einen Steilpass von Jochen Höfler aufgenommen und in die Mitte gepasst, wo Djaniny Cleitson Dos Santos Tavarez das Leder über die Linie drückte. In der Folgezeit war der Oberligist zwar das spielbestimmende Team, war aber kaum in der Lage, gefährliche Situationen vor dem TuS-Tor zu kreieren. Ganz anders die Uentroper.

Sie standen tief und sorgten mit ihren Kontern für eine Menge Wirbel. So hatten die Hammer in der 8. Minute Glück, dass Schiedsrichter Julius Bussemeier nicht auf Strafstoß entschied, als Ercan Taymaz in einem Laufduell mit Niklas Rieker zu Boden ging (8.). Dafür durften die Uentroper, die aufgrund ihrer Personalprobleme mit zwei Akteuren aus der Reserve aufgelaufen waren, zehn Minuten später den Ausgleich bejubeln. Der junge Julius Kracke, erst in diesem Jahr von den A-Junioren zu den Senioren aufgerückt, überlief zuerst Yakup Köse, dann Keeper Michael Strzys und schob zum 1:1 ein (18.). Mit ein bisschen Glück hätte der TuS eine Minute vor der Pause sogar in Führung gehen können. Doch nach einem langen Pass von Jan Deventer scheiterte Taymaz an Strzys (44.).

Auch nach dem Wechsel gehörte die erste Chance dem TuS. Aber Amadeus Piontek kratzte den Kopfball von Oliver Voß noch von der Torlinie (48.). Dann sorgten allerdings der eingewechselte Serdar Yigit (54.) und Semih Yigit per Strafstoß (87.) – vorausgegangen war ein Foul von Lukas Buschmann an Piontek – mit ihren zwei Treffern noch für den 3:1-Sieg der HSV. „Ich bin sehr zufrieden und auch ein bisschen stolz“, meinte TuS-Trainer Marco Strier nach der Partie. „Wir haben toll gekämpft, waren taktisch diszipliniert und haben mit unseren Kontern immer wieder für Gefahr gesorgt“. –pad–

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