HSV II schafft Klassenerhalt in der Landesliga

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Die U 23 der HSV bejubelt den Klassenerhalt in Gescher.

Gescher - Als die Kunde vom späten 1:1-Ausgleichstreffer des TuS Sinsen in der Partie beim BV Brambauer-Lünen die Spieler der Hammer SpVg II erreichte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

In buchstäblich letzter Minute hatte die HSV II den Klassenerhalt – auch Dank des eigenen 3:1 (1:0)-Erfolges beim Liga-Letzten SV Gescher – noch geschafft und war in der Tabelle an Brambauer vorbei auf den rettenden 13. Platz geklettert. „Wir haben immer dran geglaubt, auch wenn uns alle nach dem 0:0 vor zwei Wochen in Brambauer abgeschrieben hatten“, freute sich HSV-Coach Ferhat Cerci. „Respekt an die Mannschaft und an die Jungs, die uns aus dem Oberligakader geholfen haben.“

Bis es soweit war, hatte es lange Zeit nicht gut für die Mannschaft des Hammer Coaches ausgesehen. Der direkte Konkurrent aus Brambauer führte seit der zehnten Minute mit 1:0 gegen den Aufstiegsaspiranten aus Sinsen. Immerhin: Die HSV II machte ihre Hausaufgaben und ging in der 18. Minute durch einen Kopfball von Nils Kisker nach Flanke von Hüseyn Kücük in Führung.

Die Begegnung in Gescher war allerdings alles andere als ein Selbstläufer. Die Münsterländer zeigten die Gegenwehr, die Cerci erwartet hatte: „Ich wusste, dass sie heimstark sind und gegen starke Mannschaften gute Ergebnisse erzielt haben“, sagte Cerci, dessen Torhüter Dominik Sobanski bis zur Pause seinen Kasten sauber hielt.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber einige Möglichkeiten. Im Hammer Lager war auf der Bank zwar kein Handy, um das Ergebnis aus Brambauer mitzubekommen, aber der mitgereiste Anhang verfolgte von außen den Liveticker aus dem Lünener Vorort – und der verhieß lange nichts Gutes. In Gescher waren die Akteure gut fünf Minuten hinter der Zeit. Vor dem Spiel hatte der Vorstand des Gastgebers einige Akteure verabschiedet, so dass der Anpfiff von Schiedrichter Marcel Neuer später erfolgte.

Im Mittelpunkt stand der Unparteiische dann bei den beiden Elfmetern zum 0:2 und zum 1:2. Sowohl der Handelfmeter für die HSV als auch der eine Minute später verhängte Foulelfmeter für Gescher waren nicht eindeutig, und somit mehr der Kategorie „kann man geben, muss man aber nicht“ zuzuordnen. Zunächst war Djaniny Dos Santos Tavares für die HSV vom Punkt erfolgreich (57.). Im Anschluss markierte der agile Alexander Lanfer den Anschlusstreffer (58.).

Die Hammer Gäste verschafften sich ein Polster, als sie mit dem dritten Elfmeter des Spiels durch Jannik Prinz auf 1:3 erhöhten (68.). Danach war die Gegenwehr von Gescher gebrochen, aber die U 23 der Hammer SpVg verpasste es, einen weiteren Treffer zu erzielen. In der 74. Minute scheiterte Prinz am Pfosten. In der 87. Minute verhinderte Geschers Torwart André Schmeing per Glanzparade gegen Samet Akyüz das 1:4.

Je näher das Ende rückte, desto stärker rückte für die mitgereisten Hammer Anhänger die Partie in Brambauer in den Mittelpunkt. Und zu deren Erleichterung war auf Sinsen Verlass. Der Ausgleich in der 89. Minute und der Schlusspfiff beim direkten Konkurrenten brachten die Erlösung und ließen Team, Betreuer und Trainer ausgelassen jubeln, als Neuer nach zwei Minuten Nachspielzeit abpfiff.

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