HSV legt Hauptaugenmerk auf die Defensive

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Trainingsschwerpunkt Abwehrarbeit: HSV-Trainer Goran Barjaktarevic.

HAMM - Die fußballfreie Zeit war für die Spieler des Oberligisten Hammer SpVg nicht allzu lang. Nur gut zwei Wochen nach der gemeinsamen Weihnachtsfeier standen sie am Montag erstmals im neuen Jahr vor Trainer Goran Barjaktarevic. Vor ihnen liegt eine intensive Vorbereitung. Bis zum Pflichtspielstart am 16. Februar werden die HSVer nur acht freie Tage haben.

Für Barjaktarevic begann das Jahr mit einer Enttäuschung. Sechs Spieler fehlten beim Aufgalopp aus unterschiedlichen Gründen. „Dass so viele bei einem Auftakt fehlen, habe ich bislang weder als Spieler noch als Trainer erlebt. Damit habe ich ein Problem“, sagt der 44-Jährige. Unter den 16 anwesenden Fußballern seines Kaders waren drei, die in der Hinrunde noch kein Spiel für die HSV bestritten haben: die beiden Neuzugänge Albert Alex (zuletzt vereinslos), Marko Martinovic (SC Verl) – und die langjährige Stammkraft Michael Kaminski.

Der 29-jährige Linksverteidiger stieg nach seiner beim Trainingsauftakt im Juli erlittenen Achillessehnen-Verletzung im Dezember wieder ins Mannschaftstraining ein und hinterließ einen guten Eindruck: „Der Junge hat so eine tolle Einstellung. Ich glaube nicht, dass es lange dauert, bis er nach der langen Pause wieder in Wettkampfform ist“, sagt Barjaktarevic. Er wird den 29-jährigen Linksverteidiger in Testspielen einsetzen. „Jeder soll mindestens eine Halbzeit lang die Chance bekommen zu zeigen, wie weit er ist“, kündigt der Trainer an.

Nach drei Auswärtsbegegnungen innerhalb von vier Tagen – Bayer Leverkusen U 19 (15. Januar), SC Wiedenbrück 2000 (18.1.) und Borussia Dortmund U 19 (19.1.) – will Barjaktarevic zunächst eine zweiwöchige Spielpause einlegen, um möglicherweise die Trainingsinhalte zu ändern. Danach geht es in die abschließenden Duelle mit den beiden niedersächsischen Oberligisten SSV Jeddeloh (8. Februar) und VfL Osnabrück II (9.2.).

Das Hauptaugenmerk liegt in den nächsten Wochen auf der Defensivarbeit. 33 Treffer kassierte die HSV in den 18 Liga-Spielen bis zur Winterpause. Nur TuS Dornberg (36), VfB Hüls (37) und TuS Heven (48) haben sich mehr Tore eingefangen. „Darauf kann man nicht stolz sein“, sagt Barjaktarevic, der zwei wiederkehrende Fehlermuster ausgemacht hat: Gegentore nach Standardsituationen und nach „lächerlichen Fehlpässen in der Vorwärtsbewegung“, so der Coach. „Wir müssen viel taktisch arbeiten und auch Passspiel unter Zeitdruck und auf engem Raum üben. Die Liste ist lang“, meint Barjaktarevic. - sst

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