Fußball-Bezirksliga

Hammer SpVg legt Beschwerde gegen 0:2-Wertung ein

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Claudio Marzolla, Trainer der Hammer SpVg II.

Die Hammer SpVg will die Niederlage der Bezirksliga-Mannschaft gegen Viktoria Rietberg am „grünen Tisch“ nicht hinnehmen.

Hamm - Staffelleiter Herbert Nüsken aus Hamm hatte die Begegnung mit 2:0 Toren für die Gäste aus Rietberg gewertet, weil die HSV-Reserve am 29. September nicht zum Heimspiel angetreten war.

Im Vorfeld der Partie waren die Spieler Jan Strotmann, Ünal Acar und Selim Mechken in einen Autounfall verwickelt worden und hatten sich dabei leichte Verletzungen zugezogen. Acar und Selim waren zwar noch rechtzeitig zum geplanten Anstoß im Hammer Osten erschienen, klagten aber über Brust- und Kopfschmerzen. Mechken, der Fahrer eines der am Unfall beteiligten Fahrzeuge, musste dagegen vor Ort verbleiben, um zur Klärung des Sachverhalts beizutragen.

Spieler unter Schock

„Von uns kann niemand verantworten, dass die beiden Akteure wirklich spielen können. Wir werden sie zu weiteren Untersuchungen erstmal ins Krankenhaus schicken, um zu erfahren, wie schwer sie wirklich verletzt sind“, sagte damals Ulrich Rolfing, der Teammanager der HSV-Reserve. „Da außerdem die Mannschaft, nachdem die Spieler die Nachricht erhalten hatten, unter Schock stand, war die Absage für uns die einzig mögliche Option.“

Sowohl der Schiedsrichter als auch die Mannschaft von Viktoria Rietberg waren zu diesem Zeitpunkt schon im Hammer Osten erschienen. Staffelleiter Nüsken signalisierte den beteiligten Parteien auf Nachfrage, dass sie sich auch auf einen späteren Termin im Oktober einigen könnten. Doch Rietberg lehnte eine Neuansetzung der Partie strikt ab. „Das Verhalten von Rietberg ist für mich eine große Enttäuschung. Fairplay stelle ich mir etwas anders vor“, erklärte Rolfing. Weil sich beide Vereine nicht auf einen neuen Termin einigen konnten, hat der Staffelleiter die Begegnung inzwischen mit 0:2-Toren aus Sicht der Hammer SpVg für Rietberg gewertet.

Alle Möglichkeiten sollen ausgeschöpft werden

Doch damit sind die Verantwortlichen der Rot-Weißen nicht einverstanden. „Wir haben uns dazu entschlossen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit das Spiel noch einmal neu angesetzt wird“, erklärte Rolfing am Mittwochnachmittag. Deshalb hat die Hammer SpVg jetzt auch offiziell beim Staffelleiter Beschwerde gegen diese Entscheidung eingelegt.

Nüsken wird jetzt die Angelegenheit noch einmal überprüfen müssen. „Da wir nicht damit rechnen, dass der Staffelleiter seine eigene Entscheidung revidieren wird, gehen wir davon aus, dass er den Fall an den Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) weiterleiten wird“, sagte Rolfing. Der Teammanager der HSV-Reserve hofft darauf, dass der VFA die Sache möglichst schnell behandelt.

Geht die HSV sogar vor ein Sportgericht?

Der Ausschuss wird beraten, ob der Beschwerde des Bezirksligisten stattgegeben wird oder die Wertung bestätigt wird. „Wir werden erst einmal die Reaktion des Verbands-Fußball-Ausschuss abwarten“, betonte Rolfing, der aber nicht ausschloss, dass die HSV im Falle einer negativen Nachricht sogar vor ein Sportgericht ziehen wird. „Dann werden wir erst einmal die Argumentation überprüfen und darüber reden, ob das überhaupt Sinn macht“, betonte der Teammanager. Die Reserve der HSV liegt aktuell mit 0 Punkten bei einem Torverhältnis von 5:42 auf dem letzten Tabellenplatz.

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