Fußball-Oberliga

HSV vor dem bedeutsamen Saisonfinale: Die wichtigsten Fragen und Antworten 

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Die Hammer SpVg will am Sonntag den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga bejubeln.

Die Hammer SpVg steht vor dem alles entscheidenden Spieltag: Abstieg oder Klassenerhalt in der Oberliga? Wir beantworten die wichtigsten Fragen vor dem Saisonfinale in Gütersloh.

Hamm - Die Anspannung ist riesengroß. Daraus machen die Beteiligten überhaupt kein Geheimnis. Aber gleichzeitig ist trotz der prekären Lage die Zuversicht bei  der Hammer SpVg enorm, dass sie am Sonntag beim FC Gütersloh (Anstoß 15 Uhr) den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga feiern kann.

„Wir müssen gewinnen und auf das eine oder andere passende Ergebnis hoffen. Dass die Mannschaft trotz allem gut drauf ist, hat sie in den vergangenen Spielen gezeigt“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Dirk Blumenkemper. Und Trainer René Lewejohann betont: „Jeder weiß, worum es geht. Wenn man nicht gerade selbst in dieser Situation steckt, kann man sich gar nicht ausmalen, welch psychische Belastung da vorhanden ist.“ Wir beantworten die wichtigsten Fragen. 

Wie geht Trainer Lewejohann mit der schwierigen Situation um?

Der Coach der Hammer SpVg ist bemüht, das Unternehmen Klassenerhalt mit dem entscheidenden Spiel am Sonntag in Gütersloh positiv anzugehen. „Wir wissen, was wir zuletzt geleistet haben, dass wir gut drauf sind und dass wir uns dieses Endspiel erarbeitet haben“, sagt Lewejohann, dem daher „weder Angst noch Bange“ ist vor der Partie im Heidewald. „Wir gehen alle optimistisch in die Begegnung.“ Ärgerlich ist es für die HSV nur, dass sie es nicht mehr selbst in der Hand hat und auf fremde Hilfe angewiesen ist, um den Abstieg zu verhindern. „Das wollten wir eigentlich vermeiden. Und sportlich haben wir das ja auch geschafft, so dass uns ein Zähler in Gütersloh gereicht hätte. Aber jetzt müssen wir durch den Abzug der drei Punkte aus dem Spiel gegen Schermbeck schauen, wie es auf den anderen Plätzen ausgeht“, so der Coach.

Was denken die Spieler?

Auch für die Spieler ist es keine leichte Situation. Daher will sich Joel Grodowski vor der Partie nicht allzu viele Gedanken über die Wichtigkeit der Begegnung machen. „Am besten ist man beraten, wenn man das Spiel ganz normal angeht und den Kopf frei hat. Dass wir das können, haben wir ja zuletzt mit den drei Siegen gezeigt. Wir müssen daran anknüpfen und an uns glauben“, sagt der 21 Jahre alte Stürmer, hinter dessen Einsatz noch ein kleines Fragezeichen steht. Am vergangenen Sonntag beim Sieg über den Holzwickeder SC war er schon frühzeitig wegen einer Knöchelprellung ausgewechselt worden und hatte diese Woche auch nicht einmal trainiert. Aber im Bezug auf Sonntag ist er zuversichtlich. „Ich denke, wir kriegen das hin.“

Wie sieht es sonst in Sachen Personal aus?

Lewejohann geht fest davon aus, dass er auf Grodowski zurückgreifen kann und sagt: „Unsere Physios haben rund um die Uhr gearbeitet. Wir können aus dem Vollen schöpfen.“

Will Lewejohann während der Partie über die Spielstände von Eintracht Rheine und Brünninghausen informiert sein?

Der Trainer der Hammer SpVg wird Sonntag ein Verbot erteilen, dass er oder seine Spieler auf der Auswechselbank über die anderen Ergebnisse informiert werden. „Wir schauen nur auf uns und konzentrieren uns auf unsere Aufgabe. Wir werden aggressiv auftreten, aber auch mit der nötigen Coolness“, sagt Lewejohann.

Warum ist das Spiel auch für den FC Gütersloh, der als Siebter der Tabelle weder mit den Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun hat, so wichtig?

Auch die Ostwestfalen gehen mit gewissen Erwartungen in die Begegnung, wollen das Spiel auf keinen Fall herschenken. „Mit einem Sieg haben wir die Chance, den Einzug in den Westfalenpokal zu schaffen und die beste Saison der letzten zehn Jahre zu spielen“, sagt Hesse. „Es geht also nicht nur für die Hammer SpVg um alles, sondern auch für uns um einiges.“

Wie viele Fans aus Hamm unterstützen die HSV?

Die Hammer SpVg setzt auch im Stadion am Heidewald auf die Unterstützung ihrer Anhänger, die sie zuerst zu einem Sieg treiben sollen und mit denen sie dann nach der Partie am liebsten den Ligaerhalt feiern wollen. Einen Fanbus wird die HSV allerdings nicht einsetzen. „Ich denke, uns werden ein paar Leute mehr als sonst begleiten“, sagt Blumenkemper. „Und aufgrund der Nähe nach Gütersloh werden die Zuschauer, die uns unterstützen, alternativ anreisen.“

Wie würde es im Falle des Abstiegs bei der Hammer SpVg weitergehen?

Sollte es nicht mit dem Klassenerhalt klappen, dann ist das Ziel für die kommenden zwölf Monate bereits vorgegeben. „Wenn wir eine Liga runter müssen, dann wollen wir so schnell wie möglich wieder rauf. Denn es steht außer Frage, die Qualität der Oberliga ist eine ganz andere als die der Westfalenliga“, sagt Blumenkemper – und fügt hinzu: „Auch wenn die drei Niederlagen in dieser Saison gegen Rhynern weh getan haben, würden mir die Derbys fehlen.“

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