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Hammer SpVg ist in Kaan-Marienborn Außenseiter

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Von: Günter Thomas

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Viel Arbeit wartet auf Vincent Ocansey und die SV in Kaan-Marienborn.
Viel Arbeit wartet auf Vincent Ocansey und die SV in Kaan-Marienborn. © Reiner Mroß

Mit einer „gewissen Stabilität“ will Steven Degelmann, Trainer des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg, am Sonntag im Gastspiel beim 1. FC Kaan-Marienborn den Hausherren begegnen, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen.

Hamm – Steven Degelmann ist kein Freund von abgedroschenen Fußball-Floskeln. Auch im Vorfeld der Partie des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg beim 1. FC Kaan-Marienborn am Sonntag (15 Uhr/Kunstrasenplatz Im Breitenbachtal) nicht. Die Rollenverteilung ergib sich schließlich per flüchtigem Blick auf die aktuelle Tabelle, und auch aus der taktischen Ausrichtung seiner Mannschaft für die Aufgabe bei einem der Topteams der Liga macht der HSV-Coach kein Geheimnis. „Wir werden mit Sicherheit nicht dorthin fahren und es mit hohem Pressing versuchen. Denn ich glaube nicht, dass das funktionieren wird“, verrät Degelmann, der selbst als Spieler viele Jahre für Defensivaufgaben zuständig gewesen war. „Wir wollen dort schon eine gewisse Stabilität auf den Platz bekommen.“

Mit 20 Gegentreffern aus den ersten neun Saisonbegegnungen ist das bisher nur leidlich gelungen. Was auch einer der Gründe dafür ist, dass die Hammer derzeit mit acht Punkten auf dem 16. Rang und damit knapp über dem Strich liegen. Wenn die Defensive der HSV auf dem Marienborner Kunstrasen dem Druck der Gastgeber Stand halten will, bedarf es einer kompakten Vorstellung des gesamten Teams. Denn der Tabellenzweite ist bisher bei sieben Siegen und einem Unentschieden nicht nur die einzige Mannschaft in der Liga, die noch kein Spiel verloren hat. Sie stellt mit nur sieben Gegentoren auch gemeinsam mit dem FC Gütersloh die stärkste Abwehr der Liga.

Dass die Käner mit erzielten 28 Toren auch noch eine geballte Angriffskraft auf den Platz bringen, macht die Aufgabe für die Hammer nicht leichter. „Im Offensivspiel können die in allen Bereichen durchbrechen“, weiß Degelmann. „Vorne macht das Daniel Waldrich seit Jahren richtig gut. Und beim 6:1 in Sprockhövel zuletzt haben sie drei Tore über die linke Seite gemacht und waren danach immer noch gefährlich über ihre Standardsituationen.“

Nicht zuletzt deshalb ist mit Markus Pazurek der derzeit erfolgreichste FC-Schütze (5 Treffer) in der Defensive beheimatet. „Man sieht das bei den Standards immer wieder. Die Freistöße sind super scharf getreten, da ist er immer vorne dabei. Es wird gefährlich für unsere Verteidiger.“

Im eigenen Lager wird Degelmann weiter auf Julius Woitaschek verzichten müssen. Der 21-jährige Defensivmann hatte in den ersten sieben Begegnungen jedes Mal in der Startelf gestanden, war zuletzt aber beim 0:3 in Dortmund und beim 2:2 gegen Finnentrop/Bamenohl nicht im Kader gewesen. „Er war krank, musste Antibiotika nehmen“. sagt Degelmann. „Am Donnerstag hat er dann eine erste Laufeinheit absolviert, die aber noch ordentlich auf die Pumpe gegangen ist. Ein Startelf-Einsatz käme daher noch zu früh für ihn.“

Ansonsten freut sich der Trainer, dass er bis auf die langzeitverletzten Jannik Guhse und Marcel Todte alle Spieler des Kaders dabei haben wird. Und hofft, dass der Auftritt in Kaan-Marienborn erfolgreicher ablaufen wird als im vergangenen Jahr. „Da haben wir mit 0:6 ordentlich auf die Mütze bekommen und sind nur hinterhergelaufen. Leider haben wir uns gegen Finnentrop in der zweiten Halbzeit so schlecht angestellt, dass wir nicht so befreit dahin fahren können wie es mit drei Punkten aus dem vergangenen Spiel gewesen wäre.“

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