Fußball

Keine negative Energie bei der Hammer SpVg

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Andrei Lorengel ist durch den Ausfall von Hosan Ahmed im Mittelfeld besonders gefordert.

Trotz der beiden Auftaktniederlagen herrscht bei der Hammer SpVg vor dem Spiel bei der TSG Sprockhövel positive Stimmung

Hamm - Die neue Saison startet für die Hammer SpVg so, wie die gesamte vergangenen Spielzeit verlaufen war: ohne einen Sieg. Dennoch, so betont Steven Degelmann, sei die Stimmung weiter gut. „Ich merke da keine negative Energie“, sagt der Coach des Fußball-Oberligisten, der nach den beiden Auftaktniederlagen gegen den RSV Meinerzhagen (0:3) und den Holzwickeder SC (1:2) hofft, dass er und seine Schützlinge am Sonntag bei der TSG Sprockhövel (15 Uhr) das erste Erfolgserlebnis feiern können.

Allerdings hat die HSV gleich zwei recht schwerwiegende Ausfälle zu beklagen. Innenverteidiger Philip Grodowski sah am vergangenen Sonntag die Rote Karte und wurde für zwei Spiele gesperrt. „Sein Ausfall tut uns schon sehr weh“, sagt der HSV-Trainer. „Aber wir haben da den jungen Tim Breuer in der Hinterhand, der taktisch sehr gut ausgebildet ist. Ich bin mir sicher, dass er diese Rolle gut ausfüllen wird.“ Zudem müssen die Hammer auf Mittelfeldregisseur Hosan Ahmed (Zerrung) verzichten, den Degelmann als „Magnetspieler“ bezeichnet: „Er ist jemand, der die Bälle fordert, die Schnittstellen sieht und die Bälle in diese Räume spielt“, sagt der Coach, der die Spielweise seiner Mannschaft ein wenig ändern und auf mehr Tempo in der Mittelfeldzentrale setzen will.

Dennoch ist Degelmann „guter Dinge“, wie er betont. Die Trainingswoche seit gut gewesen, die Mannschaft habe vorbildlich mitgezogen, die kleineren Wehwehchen bei dem einen oder anderen Spieler haben sich „in Luft aufgelöst“, und der Verein habe es ermöglicht, dass die erste Mannschaft die ganze Woche über auf dem Kunstrasenplatz trainieren konnte. Denn auch die Partie am Sonntag im Stadion am Baumhof in Sprockhövel wird auf Kunstrasen ausgetragen. „Ich denke, wir sind gut vorbereitet“, meint der Trainer, der trotz der zwei Niederlagen viel Positives bei seiner Mannschaft in den ersten beiden Partien gesehen hat. In Meinerzhagen habe sich sein Team „ordentlich präsentiert“, gegen Holzwickede „nicht berauschend gespielt“, aber nach dem Rückstand durch die verrückten fünf Minuten direkt vor der Pause mit der Roten Karte, dem Strafstoß und zwei Gegentore in der zweiten Halbzeit zumindest gezeigt, dass „die Mannschaft lebt, auch wenn wir kaum Torchancen kreiert haben“.

Daher will sich die HSV auch in Sprockhövel nicht verstecken, auch wenn es nach den zwei Niederlagen nur schwer möglich ist, bei der TSG mit breiter Brust aufzulaufen. „Sicherlich wäre das Selbstvertrauen größer, wenn wir schon gepunktet hätten. Aber die Saison ist ja auch gerade erst losgegangen“, will Degelmann das bisherige Abschneiden nicht überbewerten, sondern richtet den Blick vielmehr nach vorne mit den drei Spielen inneralb von acht Tagen, ehe dann am 1. Oktober das prestigeträchtige Derby gegen den Lokalrivalen SV Westfalia Rhynern ansteht. „Wir haben drei Begegnungen in kürzester Zeit, so dass wir gar keine Zeit haben, uns mit dem Gestern zu beschäftigen. Wir haben das Ziel, uns vor der Partie gegen Rhynern durch entsprechende Punktgewinne zu positionieren“, stellt der Trainer klar.

Sprockhövel hatte am ersten Spieltag nach einem 1:3-Rückstand noch gegen die U21 des SC Paderborn 07 mit 4:3 gewonnen, ehe am vergangenen Sonntag die Partie gegen den SV Schermbeck abgesagt worden war. „Das Spiel gegen Paderborn haben wir auf Video analysiert. Die TSG ist offensiv stark besetzt und hat ein gutes Umschaltspiel. Da müssen wir aufpassen. Aber im Deckungsverbund ist die Mannschaft auch anfällig“, hofft Degelmann, dass sein Team dies ausnutzen kann.

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