Zweiter Sieg in Folge für Hammer SpVg

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Jubel bei den HSV-Spielern.

NEUENKIRCHEN -  Es war nur ein kleiner Fan-Trupp, der die Hammer SpVg ins tiefe Münsterland zur Oberliga-Partie beim SuS Neuenkirchen begleitet hatte, doch als der 3:1 (0:1)-Erfolg der Mannschaft unter Dach und Fach war, ließen es sich die HSV-Spieler nicht nehmen, den zweiten Dreier in Folge mit ihren treuen Anhängern zu zelebrieren, als wären sie in einem Bundesligastadion.

„Die Mannschaft hat sich belohnt mit viel Leidenschaft“, freute sich Innenverteidiger Niklas Rieker, der erstmals in der Startaufstellung stand. „Wir haben uns Ziele gesetzt, die wir klar verfolgen wollen. Das waren jetzt gegen Zweckel und heute die ersten beiden Schritte – mal sehen, wie es weiter geht mit dem dritten, vierten, fünften.“

Davor standen allerdings 90 Minuten harter Arbeit für die HSV, die vor allem im ersten Durchgang große Probleme mit den groß gewachsenen Gastgebern hatte, die als Tabellenelfter vor der Partie punktgleich mit den Gästen waren und nach 32 Minuten nicht unverdient in Führung gegangen waren. „Das wichtigste ist, dass wir diese drei Punkte jetzt mitgenommen haben“, sagte HSV-Coach Goran Barjaktarevic. „Ich glaube, das war verdient. Neuenkirchen konnte in der zweiten Halbzeit das Tempo nicht mehr halten.“

Es war in den ersten 45 Minuten ein Abnutzungskampf, den sich beide Parteien lieferten. Die HSV hatte sichtlich Probleme mit den robusten und groß gewachsenen SuS-Akteuren. Zudem war der tiefe und schwer bespielbare Boden Gift für die technisch überlegenen Gäste, die ohne ihren angeschlagenen Kapitän Jochen Höfler (Zerrung), der nur auf der Bank saß, zwar in der Anfangsphase einige Male das SuS-Tor anvisierten, aber stets daneben schossen. So war es Neuenkirchens Viktor Breininger, der nach 26 Minuten erstmals für echte Gefahr sorgte, doch Manuel Lenz parierte seine Direktabnahme sicher. Zwei Minuten später vertändelte Emre Demir in guter Position den Ball, und weitere vier Umrundungen danach schien der HSV-Marschplan endgültig nicht aufzugehen. HSV-Akteur Semih Yigit hatte im Zweikampf gegen Neuenkirchens Maik Osterhaus den Kürzeren gezogen, und dessen Flanke erreichte Stefan Seiler, der zum 1:0 einköpfte. Kurz darauf wäre fast sogar das 2:0 gefallen, doch der Kopfball von Lars Pöhlker strich knapp am Tor vorbei. „Wir hatten eigentlich schon auf unsere Fitness-Karte gesetzt“, sagte HSV-Coach Goran Barjaktarevic. „Wir wollten in der ersten Halbzeit einen Kampf abliefern, um den Gegner an seine Leistungsgrenze zu bringen. Dummerweise kassieren wir da das Tor.“

Dass der Plan dennoch aufging, verdankten die Gäste einer sehenswerten Kombination, an deren Ende Sven Preissings Pass auf Emre Demir und dessen Ausgleich standen (55.). Danach brachen bei Neuenkirchen alle Dämme, weil die HSV einen enormen Druck aufbaute. Angriff auf Angriff lief in Richtung SuS-Gehäuse. Nach einer scharfen Hereingabe von Semih Yigit bedurfte es dennoch Neuenkirchener Hilfe, als Nicolas Haverkamp den Ball ins eigene Tor bugsierte (83.). „In der zweiten Halbzeit war es so, als wenn uns einfach die Luft wegging“, sagte Neuenkirchens Coach Tobias Wehmschulte. „Daher war der Hammer Sieg verdient.“ - güna

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