Reise in die Vergangenheit für Carsten Gockel

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Carsten Gockel

HAMM -  Wenn am Samstag um 14 Uhr der SC Preußen in der zweiten DFB-Pokalrunde auf Landesebene beim Oberligisten Hammer SpVg antritt, steht für einen Münsteraner auch eine kleine Reise in die Vergangenheit an. Münsters Sportvorstand und Geschäftsführer Carsten Gockel erlebte einige schöne und erfolgreiche Jahre bei der HSV und freut sich darauf, alte Bekannte wiederzusehen.

1994 stieg Gockel mit den Rot-Weißen in die Oberliga auf. „Wir hatten damals eine tolle Truppe mit den Baetzel-Brüdern, Tommy Berndsen, Thomas Matuschek oder auch Uli Gäher“, erinnert er sich an die Zeit im Hammer Osten. „Mich hatte damals Trainer Manfred Balcerzak vom Soester SV nach Hamm geholt.“

1996 wechselte Gockel nach Münster. Von 2000 bis 2003 gab der inzwischen 41-Jährige kurze Gastspiele bei den Sportfreunden Siegen und in Ostwestfalen beim SC Verl, ehe er zu den Preußen zurückkehrte. Erst als Spieler, dann sogar als Trainer, um ab 2008 in den Vorstand berufen zu werden.

Gockel hat es inzwischen geschafft, dem einst kurz vor der Insolvenz stehenden Traditionsverein wieder ein stabiles Fundament zu geben. „Wir stehen derzeit so gut da wie lange nicht mehr“, freut sich der Geschäftsführer. „Wir sind seit zwei Jahren schuldenfrei, in allen Bereichen sehr gut aufgestellt. Bei den Zuschauerzahlen sind wir kurz davor, die 10 000er Mark im Schnitt zu knacken, zudem wollen wir das Preußen-Stadion weiter modernisieren.“ Und auch sportlich läuft es derzeit an der Hammer Straße. Die Mannschaft ist aktueller Tabellenzweiter, steht also auf einem Rang, der zum direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga berechtigt. „Der Aufstieg ist unser Ziel, im Gegensatz zu vielen anderen, zum Teil verschuldeten ehemaligen Bundesligisten in dieser Liga, aber kein Muss. Das ist vielleicht unser Vorteil“, freut sich Gockel über die positive Entwicklung.

Die Pokalpartie in Hamm sollte eigentlich schon am 12. Oktober stattfinden, doch damals hatte die Grippewelle die Preußen voll erwischt. „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt 19 Profis mit Krankenschein. Da gab es keine andere Möglichkeit, als die Begegnung abzusagen“, meint Gockel. Umso mehr freut er sich jetzt auf das Wiedersehen in Hamm.

„Wir nehmen diese Pokal-Begegnung sehr ernst. Schließlich ist das Erreichen der für uns sehr lukrativen Hauptrunde in diesem Wettbewerb eines der Saisonziele.“ Gockel weiß, worüber er redet, schließlich empfingen die Münsteraner noch vor Wochen den FC Bayern München. Am 17. August schied der Drittligist nach großem Kampf mit 1:4 aus. Deshalb werden die Preußen auch am Samstag in Hamm in Bestbesetzung antreten. Es fehlen lediglich die verletzten Marcel Reichwein und Philipp Hoffmann. - P. Sch.

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