Hammer SpVg erfüllt Pokal-Pflicht bei Aramäer Ahlen

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Die letzte Aktion von Hamms Serdar Yigit in der Partie gegen Aramäer Ahlen. Kurz danach sah er Gelb-Rot.

Ahlen -  Mit 4:1 (3:1) hatte seine Elf die Pflichtaufgabe im Westfalenpokal beim A-Kreisligisten Aramäer Ahlen glanzlos erfüllt, doch Oliver Gottwald, Trainer des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg, war nach Schlusspfiff nicht allzu gut gelaunt. Denn die Partie im Sportpark Nord war eine Woche vor Saisonstart eine womöglich verlustreiche.

Jochen Höfler humpelte in der Halbzeit mit dickem Knie vom Platz, und dem nicht eingesetzten Yakup Köse droht nach Worten in Richtung Gespann eine Sperre. Schiedsrichter Bernward Pinke (Ibbenbüren) kündigte einen Sonderbericht an. Näher wollte er sich nicht äußern.

„Bei einigen Entscheidungen hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, sagte Gottwald mit gebremstem Schaum – und meinte damit nicht zuletzt den Platzverweis gegen Serdar Yigit (66.), dem Pinke für eine schnelle Kombination aus Foul und Meckern zweimal Gelb, also Gelb-Rot, gezeigt hatte. In Gefahr geriet der Sieg des turmhohen Favoriten dadurch nicht. Die HSV kontrollierte die Partie gegen körperlich abbauende Gastgeber.

Gottwald hatte seine Start-Elf gegenüber dem Testspiel gegen den FC Brünninghausen am Vortag (2:1) auf sechs Positionen verändert. Das frühe 0:1 leitete Michael Kaminski mit einem schnell ausgeführten Freistoß ein. Höfler scheiterte zumächst an Ahlens Keeper Recep Tas, doch Jannik Prinz war zur Stelle (11.). Emre Demir (13.) und Höfler (17.) vergaben in der Folge für die nun phasenweise gefällig kombinierende HSV, doch das 0:2 ließ bis zur 27. Minute auf sich warten. Höfler erzielte es nach einer scharfen Hereingabe des auffälligen Prinz. Für das 0:3 sorgte Ahlens Philip Erlei per Eigentor (39.).

Noch vor der Pause verkürzten die Gastgeber im Stile eines Klasse-Teams. Stefan Wegmann krönte einen Konter mit dem 1:3 (43.). Es war nicht das einzige Mal in dieser Partie, dass die HSV-Defensive alt aussah. So wie kurz nach der Pause wieder, als Dennis Jeball fast das 2:3 gelungen wäre (48.). „Es war für die HSV sicher nicht so ein Spaziergang, wie vorher einige gedacht haben“, sagte Aramäer-Coach Peter Kriesche. Nur zwei Minuten später erzielte der für Höfler eingewechselte Hugo Magouin mit einem Kullerball das vorentscheidende 1:4. Dennis Mooy traf kurze Zeit später den Pfosten (52.). Danach wurden Torszenen rar.

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