Fußball-Oberliga

Darum kam Holzwickedes Trainer nicht zur HSV-Pressekonferenz

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HSV-Trainer Rene Lewejohann

Es sind keine schöne Erinnerungen, die die Akteure der Hammer SpVg an das Stadion im Heidewald in Gütersloh haben. Dort musste sich die HSV vor einem Jahr mit einem 1:1 begnügen und damit am vorletzten Spieltag der Fußball-Oberliga alle Hoffnungen auf den Aufstieg in die Regionalliga begraben.

Hamm  - Am kommenden Sonntag werden die Hammer erneut bei den Ostwestfalen antreten und haben wieder eine entscheidende Partie vor der Brust – allerdings mit umgekehrten Vorzeichnen.

Denn dieses Mal geht es nicht um den Aufstieg, sondern gegen den Abstieg in die Westfalenliga. Wenn der HSV die drei Punkte aus der mit 3:0 gewonnen Partie gegen den SV Schermbeck wegen des Einsatzes des nicht spielberechtigten Damir Kurtovic abgezogen werden (der WA berichtete mehrfach), können die Hammer mit 36 Punkten den Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr schaffen. Denn Eintracht Rheine (beim Schlusslicht 1. FC Gievenbeck) und der FC Brünninghausen (beim ebenfalls noch nicht endgültig gesicherten Holzwickeder SC) haben jeweils einen Zähler mehr auf dem Konto und können mit Siegen den Abstieg verhindern. Sollte einer der beiden Konkurrenten nicht gewinnen oder nur Remis spielen, kann die HSV trotz des drohendes Abzugs der drei Zähler mit einem Unentschieden aufgrund des besseren Torverhältnisses oder mit einem Sieg den Liga-Erhalt bejubeln. Die Zuversicht bei HSV-Trainer René Lewejohann ist jedenfalls groß. „Nach dem, was wir in den letzten drei Spielen gezeigt haben, mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Wir sind bereit für den Showdown in Gütersloh. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir das positiv für uns bestreiten und das Wunder wahr machen“, sagte der Coach nach dem 3:0-Heimsieg über Holzwickede, als er ohne den Gästecoach die Pressekonferenz bestreiten musste.

Denn HSC-Trainer Axel Schmeing betonte, er sei von Lewejohann während der Begegnung tief unter der Gürtellinie beleidigt worden. „Beleidigen lasse ich mich nicht. Daher bin ich auch nicht zur Pressekonferenz gegangen“, wird der Coach auf der Webseite des Sportkreises Unna zitiert. Lewejohann nahm‘s gelassen und bestritt das Pressegespräch kurzerhand allein: „Sie können sich alle nicht vorstellen, unter welchen großen Anspannungen wir alle im Abstiegskampf stehen. Das ist fast schon unmenschlich.“

Derweil haben die Hammer Verantwortlichen fristgerecht Einspruch gegen das von Georg Schierholz, dem Vorsitzenden der Verbandsspruchkammer Westfalen im Einzelrichterverfahren gefällten Urteil, der HSV die drei Punkte aus der Partie gegen Schermbeck abzuziehen, eingelegt. „Das entsprechende Schreiben ist unter Wahrnehmung der Fristen raus“, bestätigte HSV-Fußball-Abteilungsleiter Dirk Blumenkemper, so dass es nun zu einer Verbandsspruchkammersitzung kommen wird. Sollte das Urteil dort bestätigt werden, wollen die Hammer laut Blumenkemper abwarten und schauen, „ob es einen neuen Stand der Dinge gibt“ und ob es sich lohnt, die nächste Instanz aufzurufen. „Aber wir müssen es einfach versuchen“, so der Abteilungsleiter.

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