Fußball-Oberliga

Die HSV baut weiter um: Zwei Abgänge, ein Neuzugang

Jan Apolinarski (Mitte) gehört nicht mehr zum HSV-Kader und wechselt zum FC Iserlohn.
+
Jan Apolinarski (Mitte) gehört nicht mehr zum HSV-Kader und wechselt zum FC Iserlohn.

Die Hammer SpVg plant in der Fußball-Oberliga das Wunder und will doch noch den Klassenerhalt schaffen. Dafür wurden weitere Umbaumaßnahmen am Kader vorgenommen.

Hamm - Es soll der nächste Schritt zum großen Wunder sein. Beim Westfalenligisten FC Iserlohn absolviert die Hammer SpVg am Sonntag (14.30 Uhr) nach der Partie gegen den SV Hohenlimburg (6:0) das zweite Testspiel im neuen Jahr und will in dieser Partie weiter daran arbeiten, in der Rückrunde der Fußball-Oberliga konkurrenzfähig zu sein und vielleicht doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. 

„So lange rechnerisch alles möglich ist, glauben wir daran“, sagt Trainer René Lewejohann und fügt hinzu: „Es ist auch ein gewisser Reiz dabei, es allen Leuten, die uns schon in die Westfalenliga geschrieben haben, zu zeigen und jetzt voll anzugreifen.“

Die Hammer SpVg wird das angesichts von acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer mehr als schwierige Unternehmen mit einer runderneuerten Mannschaft angehen. Mit Manuel Dieckmann, Nazzareno Ciccarelli und Bilal Abdallah sind gleich drei Akteure vom insolventen Liga-Konkurrenten Westfalia Herne in den Hammer Osten gewechselt. Am Freitag vermeldete die HSV mit Emre Karaca von der TSG Sprockhövel den nächsten Neuzugang, der in Hamm einen Vertrag bis zum Saisonende unterzeichnet hat. Der 23-Jährige soll das Offenspiel des Ligaletzten verstärken.

Nölle soll kommen

Zudem steht Niklas Nölle, der im vergangenen Sommer zum Holzwickeder SC gewechselt war und bereits am vergangenen Wochenende gegen Hohenlimburg mit einer Gastspielererlaubnis für die HSV aufgelaufen ist, kurz vor einer Rückkehr und wäre damit Winterneuzugang Nummer fünf. „Wir sind an ihm dran. Es wäre schön, wenn er zurückkommt“, betont Lewejohann, der jetzt noch auf der Suche nach einem Innenverteidiger ist. 

„Die Jungs, die wir bereits geholt haben beziehungsweise holen wollen, steigern die Qualität des Kaders, sorgen dafür, dass auch die anderen Spieler angesichts der neuen Konkurrenzsituation besser werden, und sie kennen sich mit dem Kampf um den Klassenerhalt aus. Sie kennen diese Herausforderung und haben den Abstiegskampf mindestens einmal mitgemacht. Sie gehen anders mit dieser Situation um“, stellt der HSV-Coach klar. „Der Kader ist jedenfalls stärker als in der Hinrunde.“

Yildirim und Apolinarski haben schon neue Klubs

Im Gegenzug werden aber auch Spieler die Hammer SpVg verlassen. Als erste Akteure aus dem Hinrunden-Kader haben Jan Apolinarski und Murat Yildirim eine neue sportliche Heimat gefunden. Während Yildirim nach Sprockhövel wechselt, wird Apolinarski ab sofort für den FC Iserlohn auflaufen. „Ich hoffe, dass alles mit der Freigabe und den Passformalitäten klappt und dass ich Sonntag spielen kann, zur Not über eine Gastspielergenehmigung“, sagt der 28-Jährige.

In der Testbegegnung gegen Hohenlimburg hatten die Hammer jedenfalls schon einmal angedeutet, dass die Formkurve deutlich nach oben zeigt.

„Das war ja keine Laufkundschaft. Hohenlimburg hat in der Westfalenliga eine gute Hinrunde gespielt. Aber wir waren konsequent und vor dem Tor eiskalt“, freut sich Trainer Lewejohann, der sich am Sonntag in Iserlohn eine ähnlich gute Vorstellung erhofft.

Allerdings befürchtet er, dass seine Akteure den harten Trainingseinheiten dieser Woche ein wenig Tribut zollen müssen. „Die Jungs werden ihren inneren Schweinehund überwinden müssen. Denn sie werden Blei in den Beinen haben. Umso wichtiger ist es, in allen Belangen konzentriert zu sein und die Vorgaben taktisch sowie fußballerisch umzusetzen“, meint der HSV-Coach, der alle Akteure seines Kaders spielen lassen will. „Jeder kommt eine Halbzeit zum Einsatz.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare