HSC verkauft sich gegen Oberligist teuer

Rhynern löst Pokal-Pflichtaufgabe im Bezirksderby

Treffsicher zeigte sich die Westfalia: Hier trifft Eduard Probst allerdings auch den Kopf des HSC-Spielers.
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Treffsicher zeigte sich die Westfalia nicht immer: Hier trifft Eduard Probst allerdings den Kopf des HSC-Spielers.

Auch in der zweiten Runde des Fußball-Kreispokals hat sich Oberligist SV Westfalia Rhynern keine Blöße gegeben und im Lokalderby nach der SpVg Bönen (4:0) mit dem Hammer SC den zweiten A-Ligisten mit 3:0 (2:0) geschlagen. Dennoch konnte HSC-Trainer Christian Lehmkemper seinem Team nur ein großes Lob aussprechen: „Wir haben 90 Minuten einen Fight gezeigt und es Rhynern schwer gemacht. Das motiviert uns für die anstehenden Aufgaben“.

Hamm – Auch sein Gegenüber Michael Kaminski lobte die kämpferische Leistung der Hausherren, wusste aber auch „dass wir die erste halbe Stunde stark waren und zum richtigen Zeitpunkt das 2:0 und 3:0 machen“.

Der Westfalia-Coach schickte beim Kreisligisten eine junge Truppe auf den Platz. Mit Tim Lorenz, Patrick Franke und Jonas Michler standen vor rund 120 Zuschauern lediglich drei erfahrenere Akteure in der Startelf, die das Zepter in die Hand nehmen sollten. Trotzdem hätten die Gäste auch schon früh für klare Verhältnisse sorgen können, doch Gianluca Di Vinti köpfte zunächst links am Tor vorbei (7.) und scheiterte zwei Minuten später am parierenden HSC-Torwart Tobias Striepens (9.). Erst im dritten Versuch war der Flügelspieler erfolgreich, nachdem er einen Freistoß aus halbrechter Position von Patrick Franke zum 0:1 verlängerte (24.).

Dieie Gästeführung war verdient, obwohl der HSC in der Defensive einen guten Job machte und bissig in den Zweikämpfen war. Aber schon eine Minute vorher hätte Stürmer Eduard Probst den Oberligisten in Front schießen können, traf aber nur den Pfosten (23.).

HSC nahe am Ausgleich

Doch auch der HSC versuchte immer wieder, zielstrebig nach vorne zu spielen. Fast wäre der mutige Auftritt belohnt worden: Lukas Heinrich schoss den Ball aber haarscharf links am Kasten von Jan Trahe vorbei (39.), während Mika Fabio Merettig das Spielgerät über das Tor beförderte (44.). „Da müssen wir das 1:1 machen“, trauerte Lehmkemper den guten Möglichkeiten hinterher. Stattdessen aber antwortete der Favorit auf die gute Phase der Platzherren mit dem 2:0 durch Merlin Zweimann noch kurz vor der Pause (45.).

Direkt nach Wiederanpfiff beseitigte Eduard Probst nach Vorlage von Patrick Franke mit dem 3:0 auch die allerletzten Zweifel (47.). Rhynern schaltete nach einem erneuten Pfostenschuss von Probst (55.) mehrere Gänge runter, was Kaminski nicht gefiel: „Ich habe gefordert, dass wir bis zum Ende spielen, aber das haben wir nicht geschafft. Nach 60 Minuten haben wir nachgelassen.“ Noch bitterer war für das Team um Kaminski aber, dass Brian-Cedric Wolff kurz vor dem Schlusspfiff mit Problemen in der Leistengegend gestützt den Platz verlassen musste.

Bereits am Sonntag wartet auf Rhynern der nächste Pokalwettbewerb. Im Westfalenpokal geht es dann beim FC Nieheim um den Einzug in die zweite Runde. Im Kreispokal bekommt es die Westfalia im Achtelfinale mit dem Sieger der Partie FC Overberge gegen TuS Wiescherhöfen zu tun.

Hammer SC: Striepens – Staubus (86. Kerkhoff), Uthmeier, Gerling, Bittner (89. Aksu) – Stricker, Hegemann – Weischer, Merettig (79. Erbas), Abdo (79. Schmitz) – Heinrich
Westfalia Rhynern: Trahe – Gutsche, Hellmich, Lorenz (64. Stöhr), P. Franke – Wolff, Michler – Di Vinti (64. J. Kleine), Zweimann, Daoudi (64. T. Franke) – Probst (64. L. Kleine)
Tore: 0:1 Di Vinti (24.), 0:2 Zweimann (45.), 0:3 Probst (47.)
Gelbe Karten: Abdo / Di Vinti, P. Franke

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