Hammer Leichtathletin

Zwischen Prüfungsstress und Trainingslager: Linn Kleine zieht positive Hallenbilanz

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Hat ein großes Ziel vor Augen: Linn Kleine.

Die Zahlen lesen sich gut. Platz vier bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Jugend, Rang sechs eine Woche später bei den Erwachsenen. Unter dem Strich zieht Linn Kleine eine positive Bilanz ihrer Hallensaison.

Hamm – Als was sie sich am Rosenmontag verkleidet? Klare Antwort: als Läuferin. „So wie an jedem anderen Tag auch“, sagt Linn Kleine lachend. „Mit Karneval habe ich es nicht so – genauso wenig wie mit Halloween, übrigens.“

So hat die Hammer Leichtathletin, die für die LG Olympia Dortmund startet, den freien Vormittag am Montag mit Lernen verbracht – schließlich stehen die Abitur-Vorklausuren an –, und am Nachmittag wurde dann die Sporttasche gepackt. Training in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle – business as usual. Schließlich hat sie sich für die Freiluftsaison in diesem Jahr große Ziele gesetzt. Zeit zum Ausruhen ist da nicht eingeplant.

Zumal sie mit den Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend und der Erwachsenen zwar zufrieden war – mit den Zeiten aber nur bedingt. Vor allem die 9:40,42 Minuten über die 3 000 Meter, die ihr Rang vier bei der Jugend-DM einbrachten, waren nicht das, was sich Kleine im Vorfeld erhofft hatte – obwohl diese Zeit eine neue persönliche Hallenbestleistung bedeutete.

Kleine: "Ein Fehler, der mir nicht nochmal passieren wird"

„Damit war ich gar nicht zufrieden“, sagt die 18-Jährige und wundert sich, dass sie in dem Rennen schon nach 2000 Metern müde war. „Mittlerweile haben wir die Ursache wahrscheinlich gefunden. Denn ich hatte relativ kurzfristig vor der DM eine Impfung bekommen, an die ich gar nicht mehr gedacht hatte. Ein Fehler, der mir nicht nochmal passieren wird.“ Dass die Impfauffrischung gegen Hepatitis notwendig werden wird, hofft Kleine noch.

Denn diese war dringend erforderlich für ihre Teilnahme an der Junioren-WM, die in diesem Sommer vom 7. bis 12. Juli in Nairobi/Kenia ausgetragen wird. „Und dafür muss ich mich in diesem Jahr erst noch qualifizieren“, sagt die Hammerin, für die eine Nichtteilnahme an der WM das Verpassen ihres gesteckten Saisonziels bedeuten würde. „Bis zur Quali ist es noch ein langer Weg. Aber schließlich soll die Teilnahme ja nicht an einer fehlenden Impfung scheitern.“

Im März geht es ins Trainingslager

Um die erforderliche Zeit für die Qualifikation zu knacken, wird Kleine schon relativ früh in die Wettkampfsaison einsteigen. „Erstmal kommen jetzt noch die restlichen Vorabi-Klausuren“, sagt sie. „Dann geht es Ende März ins Klimatrainingslager nach Spanien. Dann kommen die Abitur-Klausuren, ehe ich am 9. Mai bei der Langstrecken-DM starte.“

Die Teilnahme an der DM der Erwachsenen über 3000 Meter, die sie mit Rang sechs beendete, ist für Kleine wichtig gewesen, um die nötige Erfahrung zu sammeln, die im Wettkampf erforderlich ist – auch wenn sie ihre größten Chancen für Kenia eher über die 5000 Meter sieht. „Da liegt die Norm bei 16:26 Minuten“, sagt sie. „Das ist im Bereich meiner Bestleistung, die ich im vergangenen Jahr bei der EM gelaufen bin. Also schon eine Herausforderung. Aber ich vermute, dass ich über 5000 Meter die größeren Chancen habe.“

Von der Hallen-DM aus Leipzig will sie „die klasse Stimmung aus der ausverkauften Halle mitnehmen“. Die wäre nur ein kleiner Vorgeschmack auf Nairobi. Denn dort fand 2017 bereits eine U20-WM statt – am Finaltag vor 60 000 Zuschauern.

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