Schornberg und Schubert kämpfen um Weltcup-Punkte

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Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert wollen in Spanien Plätze im Weltcup gut machen.

HAMM -   Die Wettkampf-Pause war nur kurz, doch jetzt geht es Schlag auf Schlag. Mit den letzten Entscheidungen im Weltcup im August und der zum Abschluss ausgetragenen Weltmeisterschaft Mitte September in Deep Creek in den USA steuert die Saison im Kanu-Slalom dem Höhepunkt entgegen. Die Hammer Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert vom Kanu-Ring bereiten sich schon seit Mittwoch im spanischen La Seu d’Urgell auf die vorletzte Weltcup-Etappe vor.

Heimtrainer Jürgen Schubert, der erst gerade von einem Trainingslager mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft aus Krakau zurückgekehrt ist und daher seine Asse nicht vor Ort in Spanien betreuen kann, ist zuversichtlich, dass sowohl Schornberg als auch sein Sohn Sebastian im Ranking weiter nach vorn kommen können. Vor allem Sebastian Schubert hat sich als Titelverteidiger einiges vorgenommen. Derzeit liegt er mit 113 Punkten in der Gesamtwertung knapp hinter dem Tschechen Vit Prindis (125) und seinem Teamkollegen Hannes Aigner (136) aus Augsburg. Etwas größer ist der Rückstand, den Jasmin Schornberg (118) als Fünfte in der Damen-Rangliste zur Spitzenreiterin Jana Dukatova (152) aus der Slowakei aufweist. Doch auch dieser Rückstand ist bei 60 Punkten für einen Sieg durchaus aufzuholen. Beim Weltcup-Finale in zwei Wochen auf dem Olympia-Eiskanal in Augsburg werden sogar die Punkte doppelt vergeben.

Über die Form seiner beiden Schützlinge macht sich der Coach keine Gedanken. „Sowohl Sebastian als auch Jasmin haben ja bei der DM in Augsburg bewiesen, dass die Verfassung stimmt“, beteuert Schubert. Immerhin verteidigte Sohn Sebastian dort seinen deutschen Meistertitel. Jasmin Schornberg fuhr im Finale die schnellste Zeit aller Damen, handelte sich aber wegen eines Torfehlers gleich 50 Strafsekunden ein.

Für Sebastian Schubert geht es in La Seu d’Urgell am Freitag aber zunächst einmal darum, ein kleines Trauma zu überwinden. Denn offenbar liegt ihm die Strecke in den Pyrenäen nicht so besonders. „Dort hat er in den vergangenen Jahren noch nie das Finale erreicht“, bestätigt Jürgen Schubert. „Er hat zwar jedes Jahr alles gegeben und gekämpft, ist aber bisher immer knapp gescheitert.“ Doch wer den Ehrgeiz des Sportsoldaten kennt, der weiß, dass der 26-Jährige alles versuchen wird, den Bann zu brechen.

Anders sieht das bei Jasmin Schornberg aus. Sie kommt immer wieder gern nach La Seu d’Urgell zurück. Denn dort feierte die 28-jährige gebürtige Lippstädterin im Jahre 2009 mit dem damals etwas überraschenden Gewinn der Weltmeisterschaft ihren bisher größten Erfolg.

Für beide Hammer Slalom-Asse geht es am Freitag erst einmal darum, die Qualifikation zu überstehen. Schubert will dann am Samstag versuchen, das Finale der besten Zehn zu erreichen, das nur kurz nach dem Halbfinale ausgetragen wird. Die Entscheidung bei den Damen steht erst am Sonntag an. Auch bei den Frauen qualifizieren sich nur die zehn Besten für den Endlauf. -  P. Sch.

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