Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert

Hammer Kanu-Slalom-Asse zum vierten Mal in Sydney

Jasmin Schornberg (links) und Sebastian Schubert trainieren derzeit im warmen Australien.

HAMM/SYDNEY - Bei Temperaturen um die 30 Grad schaffen die beiden Hammer Kanu-Slalom-Asse Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert in einem vierwöchen Warmwasser-Trainingslager im australischen Sidney die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison.

Von Peter Schwennecker

Bereits zum vierten Mal nutzen die Slalom-Fahrer des Kanu-Rings Hamm die hervorragenden Bedingungen Down Under. Aber dort wird nicht nur intensiv an der Technik und an der Ausdauer gearbeitet.

Schon ab Freitag erfolgt mit der Teilnahme an den Australian Open der Start in die Wettkampf-Saison. 2013 wurde Schubert dort internationaler australischer Meister, im vergangenen Jahr belegte er Rang zwei.

„Für Jasmin und Sebastian geht es in Australien darum, erst einmal richtig geschmeidig zu werden“, betont Heimtrainer Jürgen Schubert, der über das Internet ständig Kontakt zu seinen Schützlingen hält.

Und die haben sich für diese Saison einiges vorgenommen. „Die Weltmeisterschaft im September in London und die Heim-EM im Mai in Markkleeberg sind für beide lohnenswerte Ziele“, erklärt der Coach.

Doch davor steht einmal mehr die harte und nervenraubende Qualifikation. Denn in jedem Jahr erhalten nur jeweils die drei besten deutschen Damen und Herren ein Ticket für die Top-Ereignisse des Jahres.

Olympia 2016 in Rio in Brasilien im Kopf

Am letzten April-Wochenende geht es dabei für Schornberg und Schubert zunächst in Markkleeberg, am ersten Mai-Wochenende in Augsburg um Alles oder Nichts.

„Beide sind inzwischen routiniert genug, mit dieser Situation umzugehen“, so der Kanu-Ring-Cheftrainer. Dabei haben sowohl Jasmin Schornberg (28 Jahre) als auch Sebastian Schubert (26) schon jetzt in ihren Planungen für Olympia 2016 in Rio in Brasilien im Kopf.

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Für Schubert, der bei zahlreichen Welt- und Europameisterschaften schon viele Medaillen sammelte, ist es eins der zwei noch verbliebenen großen Ziele seiner bisher sehr erfolgreichen Karriere. „Ich will unbedingt noch an Olympischen Spielen teilnehmen und einmal im Einzel den Weltmeistertitel gewinnen“, beteuert der Heessener, der zuletzt zweimal in Folge den Gesamt-Weltcup gewann und als Weltranglistenerster in die neue Saison startet.

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Schornberg durfte Olympia schon vor drei Jahren in London erleben. „Das ist ein Traum, den ich mir gerne noch einmal erfüllen möchte“, sagt die Weltmeisterin von 2009. Allerdings darf jeweils nur ein deutsches Boot bei den Damen und Herren in Rio an den Start gehen.

Die Australian Open, die am Freitag mit der Qualifikation beginnen, sind für die Hammer Athleten bereits eine Standortbestimmung. Denn ein großer Teil der Weltelite ist in Sidney am Start. „Es ist nicht leicht, direkt aus dem Training heraus in den Wettkampf zu gehen“, hofft Jürgen Schubert auf gute Ergebnisse. Die wären sicherlich eine schöne Bestätigung für die im Winter geleistete Arbeit.

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