Hammer Jan-Niklas Beste mit DFB-Team bei der EM dabei

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Jan-Niklas Beste freut sich, dass er mit den U17 -Junioren den Sprung zur EM-Endrunde geschafft hat. DFB

Hamm - Große Freude bei Jan-Niklas Beste: Der Hammer Fußballer hat sich mit der deutschen U17-Nationalmannschaft für die Endrunde der Europameisterschaft in Aserbaidschan (5. bis 21. Mai 2016) qualifiziert. „Das ist natürlich nach dem Gewinn der deutschen B-Juniorenmeisterschaft im vergangenen Jahr mit Borussia Dortmund der bislang größte Erfolg meiner Karriere“, sagte der 17 Jahre alte Linksverteidiger, den bei der U 17-Nationalmannschaft alle „Niki“ rufen.

Es war allerdings ein schwerer Weg, den der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes bei der zweiten Qualifikationsrunde zu bestreiten hatte. Das DFB-Team war mit einem 5:1 (2:1)-Sieg gegen die Slowakei vor 1325 Zuschauern, darunter auch DFB-Sportdirektor Hansi Flick, im gut gefüllten Düsseldorfer Paul-Janes-Stadion gestartet. Beste war in dieser Partie von Trainer Meikel Schönweitz zur Pause für Mika Hanraths (Fortuna Düsseldorf) eingewechselt worden.

Auch im zweiten Duell, in dem die deutsche Mannschaft große Moral bewies, saß der Hammer anfangs auf der Bank und kam erst in den letzten zehn Spielminuten zum Zuge. Nach einer Roten Karten gegen Alfons Amade bereits in der 19. Minute und einem 0:1-Rückstand stemmte sich die DFB-Auswahl gegen die Niederlage und schaffte vor 1 480 Zuschauern in Ratingen gegen Bulgarien noch ein 1:1.

„Uns hätte im letzten Spiel gegen die Niederlande ein Unentschieden zum Weiterkommen gereicht. Aber hätten wir verloren, dann wären wir raus gewesen“, erklärte Beste, der in dieser Begegnung die kompletten 70 Minuten auf dem Feld stand, die Situation vor der abschließenden Partie. Doch Jano Baxmann von Werder Bremen beseitigte – trotz erneuter Unterzahl nach einer Roten Karte – mit seinem Treffer zum 1:0 (1:0)-Sieg die letzten Zweifel und schoss die U17 zur EM nach Aserbaidschan. Vor dem entscheidenden Treffer hatte übrigens Beste in dieser Begegnung selbst den Führungstreffer auf dem Fuß. Doch sein Schuss strich nach feiner Kombination zwischen Kai Havertz und Arne Maier haarscharf am Tor der Holländer vorbei.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir uns für die EM in Aserbaidschan qualifiziert haben“, sagte Trainer Meikel Schönweitz. „Das war unser Ziel, und das haben wir erreicht. Im Spiel gegen die Niederlande hat die Mannschaft große Nervenstärke bewiesen. Es war eine sehr intensive Partie, die wir mit großer Konzentration und enormer Leidenschaft erfolgreich bestritten haben. Dass wir zweimal in Unterzahl eine solch gute Leistung abgeliefert haben, wird dem Team einen weiteren Schub geben. Die Jungs können stolz sein auf das, was sie während der EM-Quali bewältigt haben. Wir werden mit großem Selbstbewusstsein nach Aserbaidschan reisen.“

Neues Selbstvertrauen hat auch Beste gesammelt. „Das war schon ein besonderes Erlebnis. Jetzt freuen wir uns einfach auf die EM“, meinte der Hammer, der dennoch nicht nachlassen und weiter an sich arbeiten will: „Die erste Aufgabe ist immer die Defensivarbeit. Es ist wichtig, dass man seine Zweikämpfe gewinnt. Ich muss im Kopfballspiel noch zulegen und robuster werden. Auch meine Beidfüßigkeit kann ich stets verbessern.“

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