ASV reist als klarer Favorit nach Baunatal

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Julian Possehl und seine Teamkollegen vom ASV Ham-Westfalen sind zu Gast in Baunatal.

HAMM - Der Blick auf die Tabellensituation reicht eigentlich schon. Angesichts der derzeitigen Form gibt es allerdings erst recht keinen Zweifel mehr an der klaren Favoritenrolle des ASV Hamm-Westfalen vor dem Gastspiel am Samstag (20.30 Uhr, Rundsporthalle Baunatal) beim Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga, dem GSV Eintracht Baunatal.

Das weiß auch Kay Rothenpieler, der deshalb auch gar nicht erst den Versuch unternimmt, an der Ausgangslage etwas zu verändern. „Die Rolle müssen wir annehmen“, sagt der ASV-Trainer. „Wir müssen mit Leidenschaft und Selbstvertrauen, aber auch mit dem nötigen Respekt zur Sache gehen.“

Kein Zweifel: Das Selbstbewusstsein ist enorm bei den Hammern vor der vergleichsweise kurzen, von zwei Fanbussen begleiteten Reise nach Nordhessen. Stolze 19:3 Punkte aus den vergangenen elf Spielen haben den ASV an Tabellenplatz vier heranrücken lassen. Der Start nach der WM-Pause ist mit den deutlichen und durchaus beeindruckend herausgespielten Siegen in Bad Schwartau und gegen Dormagen geglückt – und soll in Baunatal ausgebaut werden. Dass die Eintracht zuletzt zehn Mal in Folge verlor, sich dabei oft eher als Sparringspartner für den jeweiligen Kontrahenten erwies und sich am Saisonende unabhängig vom sportlichen Abschneiden aus dem „Unterhaus“ zurückziehen wird – all das sollen seine Schützlinge ausblenden, betont Rothenpieler.

In dem Wissen, dass die Partie nicht zuletzt reine Kopfsache ist. „Wir bereiten uns genau so vor wie auf jeden anderen Gegner. Es gehört dazu, solche Dinge absolut professionell anzugehen“, so der Coach. Zumal die Hammer noch eine dicke Rechnung mit dem Tabellenletzten zu begleichen haben: Im Hinspiel verloren sie nach einer über weite Strecken desaströsen Vorstellung mit 24:29 gegen den Neuling. „Da ging gar nichts“, erinnert sich der Coach nur ungern, weiß aber auch um den Wunsch seiner Schützlinge nach einer Revanche: „Wir haben das natürlich noch im Hinterkopf.“

In Baunatal ist der Einsatz von Kreisläufer Björn Wiegers (Mittelohrentzündung), dessen Vertrag am Saisonende ausläuft und bei dem die Zeichen wohl auf Abschied stehen, fraglich. David Wienceks Verletzung im Dormagen-Spiel erwies sich als nicht gravierend. Angesichts der derzeitigen Breite des Kaders benötigt der ASV die Dienste Georg Pöhles zumindest im Moment nicht. Der nach dem Kreuzbandriss Marian Orlowskis mit einem Zweitspielrecht ausgestattete Lemgoer ist ohnehin bei den Ostwestfalen stark gefordert, auch deshalb haben die Hammer Edgar Landim für den linken Rückraum vom FC Porto ausgeliehen. „Wir wussten ja, dass wir mit Georg kaum planen können“, sagt Rothenpieler. - fh

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