Profi aus Hamm ohne Verein

Hängt Mike Hanke die Fußballschuhe an den Nagel?

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Der gebürtige Hammer und Ex-Bundesliga-Profi Mike Hanke.

[UPDATE 12.45 Uhr] HAMM - Die Entscheidung ist noch nicht endgültig gefallen. Doch Mike Hanke, der aus dem TuS Wiescherhöfen hervorgegangene ehemalige Fußball-Nationalspieler, denkt derzeit ernsthaft darüber nach, schon mit 31 Jahren seine Laufbahn als Profi zu beenden.

„Ich habe mir selbst eine Frist bis zum Ende des Jahres gesetzt. Wenn ich bis dahin kein Angebot habe, das mir auch zu 100 Prozent zusagt, dann werde ich aufhören“, sagte Hanke im Gespräch mit dem WA.

Die vergangenen Jahre liefen nicht so, wie es sich der Stürmer, der in der Bundesliga die Trikots von Schalke 04, VfL Wolfsburg, Hannover 96, Borussia Mönchengladbach und SC Freiburg trug, eigentlich gewünscht hätte. Nach den erfolgreichen Jahren in Gladbach kam er nach seinem Wechsel zum SC Freiburg nicht mehr so oft zum Einsatz. Deshalb entschied er sich Mitte des Jahres, nach China zu gehen.

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Die drei Monate bei Guizhou Renhe waren laut Hanke ein kleines Abenteuer. „Man muss sich erst einmal an die äußeren Umstände gewöhnen. Es war sicherlich alles sehr interessant, doch es war auch schwer für mich, weil ich weit weg von meiner Familie war“, berichtete der Wiescherhöfener.

Seltener Trip nach Hause

Ehefrau Jenny sowie die beiden Kinder Janatha-Fey und Jayron-Cain hat er in diesem Vierteljahr nur einmal daheim in Neuss besuchen können. „Ich hatte noch das Glück, dass mit Zvjezdan Misimovic ein ehemaliger Weggefährte aus der Bundesliga auch in Renhe spielte. Wir haben viel gemeinsam unternommen.“

Gerade jetzt in der Adventszeit will Hanke nun erst einmal wieder das Familienleben genießen. Und dabei in Ruhe überlegen, wie es in Zukunft weitergehen soll. „Es gibt Anfragen aus dem Profibereich. Doch ich will nicht mehr jedes Angebot annehmen. Da muss einfach alles passen“, sagte der Angreifer.

Pläne für die "Zeit danach"

Er arbeitet auch schon an Plänen für ein Leben nach der aktiven Karriere. „Ich habe ein oder zwei Projekte im Auge, die für mich durchaus interessant sind“, bestätigte der 31-Jährige. „Die haben auch etwas mit Sport zu tun, doch näher möchte ich mich in der Öffentlichkeit derzeit dazu nicht äußern.“

Dass er in absehbarer Zeit einmal als Spielertrainer in den Niederungen des Amateurfußballs aufläuft, hält er allerdings für ausgeschlossen. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, beteuerte Hanke, der immer noch sehr gute Kontakte in seine Heimatstadt pflegt. „Ich bin oft in Hamm, um meine Familie oder Freunde zu besuchen.“

Kein Kontakt mehr zur HSV

Die Kontakte zu seinem früheren Klub, der Hammer SpVg, sind allerdings abgerissen. Als 17-Jähriger wechselte er 1999 in den Nachwuchsbreich des VfL Bochum. „Ich verfolge das Geschehen bei meinem Stammverein TuS Wiescherhöfen. Mit Steven und Dominik Degelmann sowie Thorsten Heinze kicken da immer noch sehr gute Freunde von mir“, sagte Hanke. - P. Sch.

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