Eisbären fordern den Spitzenreiter Ratingen

+
Kevin Thau will Freitagabend mit den Eisbären den Ratinger Ice Aliens die erste Niederlage zufügen.

Hamm - Tabellen lügen eigentlich nicht. Doch Daniel Galonska, Trainer der Hammer Eisbären, glaubt fest daran, dass die Statistik der 1. Eishockey-Liga West nicht wirklich den wahren aktuellen Leistungsstand verrät. Derzeit führen die Ratinger Ice Aliens, die am Freitagabend (20 Uhr) zum Spitzenspiel beim Zweiten aus Hamm auflaufen, die Tabelle mit acht Punkten Vorsprung vor dem Verfolger an.

Die Bilanz der Rheinländer ist beeindruckend, weil optimal. 21 Punkte erkämpften die Ice Aliens aus den bisherigen sieben Spielen der Endrunde, die Hammer dagegen lediglich 13, obwohl sie die vergangenen fünf Begegnungen für sich entschieden. Dennoch behauptet Galonska, dass die Ratinger nach dem Jahreswechsel etwas von ihrer großen Dominanz eingebüßt haben. „Man muss sich nur die bisherigen Ergebnisse der Endrunde ansehen“, betont der Eisbären-Coach. „Alle Spiele der Ice Aliens gingen zuletzt sehr knapp aus.“ So gewann das Team am vergangenen Wochenende zweimal nur hauchdünn mit einem Tor Differenz gegen die Lauterbacher Luchse. Auch das Hinspiel zum Auftakt der Endrunde gegen die Eisbären entschied Ratingen knapp mit 2:1 für sich. „Und das auch nur, weil in der Schlussphase zwei Treffer von uns nicht anerkannt wurden“, ärgert sich Galonska noch heute über das Resultat. „Die Vereine haben jetzt das System der Ratinger durchschaut und wissen, wie man sie ärgern kann“, hofft Galonska darauf, seiner Mannschaft die entscheidenden Tipps geben zu können. Denn im vierten Anlauf soll nun endlich der erste Sieg gegen die Ratinger gelingen.

„Einfach cool bleiben“, lautet die Devise des Hammer Trainers. Weil die Ratinger eine Mannschaft stellen, die sehr körperbetont agiert und den Gegner dabei auch gerne provoziert, sollen sich die Eisbären in erster Linie diszipliniert verhalten. „Wir müssen uns von der Strafbank fernhalten. Das wird ein sehr enges Spiel“, erklärt Galonska. „Die Strafzeiten, Konzentrationsvermögen und nicht zuletzt das Scheibenglück werden am Ende vermutlich den Ausschlag geben.“ 

Dabei setzen die Hammer natürlich auch auf die Unterstützung der Anhänger. „Ich hoffe, dass wir wieder einmal an die 500er-Marke herankommen. Das wäre schon ein würdiger Rahmen für dieses Spitzenspiel“, meint der Eisbären-Trainer. Da sich die Mannschaft ganz auf die Spitzenpartie gegen den Tabellenführer einstellen soll, will Galonska zuvor auch gar nicht viel von der Sonntagaufgabe (20 Uhr) beim Neusser EV reden. „Neuss ist gerade auf eigenem Eis ein sehr unangenehmer Gegner. Dort haben wir immer Probleme gehabt. Mehr gibt es dazu derzeit nicht zu sagen“, betont der Coach.

Personell haben die Hammer keine Probleme. Von den Förderlizenzspielern aus Iserlohn stehen allerdings nur Schlussmann Marc Fleischer und Oliver Kraft zur Verfügung. Alle anderen sind mit dem Iserlohner Nachwuchs in Weißwasser gefordert. Ob heute Fleischer oder Sebastian May im Tor stehen wird, lässt Galonska offen: „Ich bin froh, zwei so gute Torhüter zu haben.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare