ASV will gegen TV Bittenfeld „alles raushauen“

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Einsatz fraglich: Jan-Lars Gaubatz.

HAMM - Nein, auf irgendwelche Rechenspiele lässt sich Kay Rothenpieler gar nicht erst ein. „Das ist utopisch“, weiß der Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, dass die sechs Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsrang bei vier noch ausstehenden Begegnungen eher eine Chance vorgaukeln als eine reelle bieten.

Und deshalb „beschäftigen wir uns damit auch gar nicht“, erklärt der Coach des Tabellenachten. Was aber nicht bedeutet, dass der ASV die Saison gemütlich ausklingen lässt. Im Gegenteil: „Wir wollen in den letzten Spielen noch einmal alles raushauen, was geht“, sagt Rothenpieler. Denn „wir möchten diese gute Saison, die wir – mit allen Höhen und Tiefen – hingelegt haben, gut zuende bringen und einen positiven Eindruck hinterlassen“. Was in der bislang letzten Begegnung, beim 24:31 in Hüttenberg vor drei Wochen, nicht gelungen war. Weil die Mannschaft „von der körperlichen Verfassung und vom Willen her“ nicht in der Lage gewesen sei, richtig Paroli zu bieten, so Rothenpieler.

Das soll am Samstag anders sein. Schließlich hat der ASV Heimrecht, empfängt um 19 Uhr in der Westpress-Arena den Tabellendritten TV Bittenfeld, der einer von vier ernsthaften Kandidaten für die zwei noch zu vergebenden Plätze im Aufstiegsrennen ist – und entsprechend motiviert auftreten dürfte. Zwar haben die Süddeutschen Personalsorgen, stehen mit ihren Problemen aber nicht alleine da. „Zu diesem Zeitpunkt der Saison geht es vielen Mannschaften so“, sagt Rothenpieler – nicht zuletzt dem ASV, der weiter auf Martin Doldan (starke Fußprellung) verzichten und wohl auch Jan-Lars Gaubatz (Knöchel) ersetzen muss. Die langzeitverletzten Marian Orlowski, Fabian Huesmann und Edgar Landim fehlen ohnehin.

„Man merkt jetzt den Substanzverlust“, gesteht Rothenpieler, fordert aber dennoch, „dass wir alles geben und kämpfen, dass wir leidenschaftlich zur Sache gehen. Was dann am Ende dabei rauskommt, wird man sehen. Denn ich weiß, dass wir irgendwann an Grenzen stoßen. Aber wir wollen erhobenen Hauptes von der Platte gehen.“

Dass die Mannschaft gewillt ist, die ambitionierten Bittenfelder auf dem Weg Richtung Oberhaus ins Stolpern zu bringen und auch die dann folgenden drei Aufgaben in Leipzig, gegen Aue und in Coburg mit vollem Engagement zu bestreiten, habe sie in den Trainingseinheiten nachdrücklich bewiesen, beteuert der Coach. „Ich denke, wir haben einen ganz guten Mittelweg gefunden zwischen Spaß und Arbeit“, meint der 44-Jährige, der allerdings betont, dass eine immens schwere Aufgabe auf sein Team wartet. Das Duell mit den „sehr guten“ Bittenfeldern, die „zurecht da oben“ stünden, wird „ein Riesenbrett für uns“.

Ein Erfolg würde für Rothenpieler unter die Rubrik „Überraschung“ fallen – auch wenn der ASV im Hinspiel einen ebenso knappen wie glücklichen 33:32-Erfolg gefeiert hatte. „Aber da“, erinnert sich Rothenpieler, „war die personelle Situation bei uns ganz anders.“ Die derzeit angespannte soll sich am Samstag mit Hilfe von zwei Nachwuchskräften aus der zweiten Mannschaft ein wenig verbessern. Eike Jungemann und Sebastian Göller haben zuletzt bereits beim Zweitliga-Team mittrainiert und werden gegen Bittenfeld zum Aufgebot gehören. - fh

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