Eishockey

Eisbären quälen sich gegen Schlusslicht Neuss zum 6:4-Sieg

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Alles unter Kontrolle: Eisbären-Verteidiger Martin Köchling stoppt den Neusser Angreifer.

Einen Tag nach der Weihnachtsfeier  der Mannschaft lief bei den Eisbären am Sonntagabend nicht alles nach Wunsch. Dennoch gab es am Ende einen 6:4-Erfolg über den Tabellenletzten aus Neuss.

Hamm - Mit einem mühsamen 6:4 (2:0, 2:2, 2:2)-Erfolg vor 608 Zuschauern gegen den bisher sieglosen Neusser EV haben  die Hammer Eisbären Platz drei in der  Eishockey-Regionalliga West gefestigt. „Wir haben uns nicht besonders geschickt angestellt, die Überlegenheit nicht in Tore umgemünzt“, meinte Trainer Ralf Hoja. „Durch die Umstellung in der Schlussphase haben wir dann für den nötigen Druck gesorgt.“ 

Nach der 0:6-Klatsche im Topspiel gegen Tabellenführer Diez-Limburg am Freitag war von Beginn an Wiedergutmachung angesagt. Die Eisbären gingen viel engagierter in die Zweikämpfe. Hoja hatte auch umdisponiert, Verteidiger Aaron Reckers zu Kevin Orendorz und Kevin Thau in die erste Sturmreihe beordert. Was sich schon nach vier Minuten auszahlte. Nach Vorarbeit von Thau und Orendorz traf Jonas Hoppe mit einem Schlagschuss von der Blauen Linie. Dabei sah der Neusser Schlussmann Ken Passmann nicht besonders gut aus. 

Schrecksekunde nach Körpercheck

Eine Schrecksekunde gab es wenig später, als Gästestürmer Maximilian Bleyer nach einem harten Check gegen den Brustkorb zu Boden ging und zunächst keine Luft bekam. Nach einer kurzen Behandlung konnte er aber schließlich weiterspielen. Dennoch wurde es merklich ruhig in der Halle. Was sich erst änderte, als Orendorz nach Zuspiel von Reckers zum 2:0 erfolgreich war. Kurz darauf nutzen die Neusser einen Fehlpass von Frederik Hemeier im Aufbau durch Marc Sprengnöder zum Anschluss (16.), ehe Thau 14 Sekunden vor dem Drittelende das 3:1 markierte.

Zu viele Chancen ausgelassen

 Die Eisbären versäumten es im zweiten Abschnitt den Vorsprung trotz guter Chancen durch Dustin Demuth und Oliver Kraft weitaus auszubauen. Das bestraften die Neusser, die durch Sprengnöder (31.) verkürzten und kurz darauf sogar durch David Bineschpayouh die große Möglichkeit zum Ausgleich besaßen, den Goalie Marius Dräger vereitelte. Thomas Ehlert schoss schließlich Paul Gebel an, der den Puck zum 4:2 (36.) über die eigene Linie beförderte. 

Im Schlussdrittel gab es zunächst lange Gesichert auf den Rängen, als Bleyer (44.) und Alexander Richter (51.) Nachlässigkeiten der Hammer Eisbären zum überraschenden Ausgleich nutzten. Hoja stellte danach um, brachte nur noch die stärksten Akteure in zwei Blöcken auf das Eis. Das sorgte schließlich für noch mehr Druck, dem Neuss nicht standhalten konnte. Die beiden Routiniers, Orendorz (55.) und Thau (19.), sorgten schließlich für den 6:4-Endstand.

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