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Eisbären lösen Torhüterproblem

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Von: Peter Schwennecker

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Eisbären-Torhüter Daniel Filimonow erhält starke Konkurrenz aus dem eigenen Kader.
Eisbären-Torhüter Daniel Filimonow erhält starke Konkurrenz aus dem eigenen Kader. © Robert Szkudlarek

Die Eisbären haben neben Daniel Filimonow einen weiteren Torhüter für die kommende Oberliga-Saison verpflichtet. Aus Iserlohn kommt Sebastian Wieber nach Hamm.

Hamm – Ibrahim Weißleder hat jetzt ein großes Problem gelöst, das den Eishockey-Oberligisten in der vergangenen Saison lange beschäftigte. „Wir werden mit zwei richtig guten Torhütern in die Saison gehen“, beteuert der Sportliche Leiter der Eisbären. Nach der Vertragsverlängerung mit Daniel Filimonow haben die Hammer die zweite Planstelle zwischen den Pfosten besetzt. Und, wie Weißleder versicherte, mit Qualität.

Aus dem Nachwuchsbereich des DEL-Klubs Iserlohn Roosters kommt Sebastian Wieber nach Hamm. Der 19-Jährige war zuletzt Stammtorhüter der Young Roosters in der U20 der Sauerländer in der DNL2 und zusätzlich mit einer Förderlizenz an den Hammer Klassenkonkurrenten Herner EV ausgeliehen. In der Oberliga kam er für die Miners dreimal zum Einsatz, erhielt dabei jeweils sehr gute Kritiken.

Der erste Profi-Vertrag

Die Eisbären besaßen in der vergangenen Meisterschaftsrunde große Probleme im Torhüterbereich, nachdem sich Filimonow Anfang der Saison verletzt hatte und sich sein Backup Marvin Nickel nach einem Streit mit Trainer Jeff Job abmeldete. Bis Filimonow wieder fit war, wurde Sebastian May reaktiviert, der aus beruflichen Gründen allerdings nicht länger aushelfen wollte.

„Wieber hat in Herne schon bewiesen, dass er das Niveau für die Oberliga hat“, betont Weißleder. „Wir werden sehr viel Spaß mit ihm haben.“ Auch Wieber, der bei den Eisbären seinen ersten Profi-Vertrag unterschrieb, freut sich auf die neue sportliche Herausforderung in der dritthöchsten Klasse.

In Rosenheim geboren

Der Torhüter wurde in Rosenheim geboren, begann seine Laufbahn auch beim bayerischen Traditionsklub. „Die Familie ist dann 2020 nach Dortmund umgezogen. Für mich war es deshalb naheliegend, zu den Young Roosters nach Iserlohn zu wechseln“, sagt Wieber. Dort spielte er in der vergangenen Saison gemeinsam mit Lennart Esche und Stürmer Corvin Rosenthal, die beide mit einer Förderlizenz auch das Hammer Trikot trugen, für die U20 der Sauerländer. „Ich habe von Lennart und Corvin nur Gutes über die Eisbären gehört“, sagte Wieber. „Zudem hat mir mein Trainer Arthur Grass bestätigt, dass in Hamm auch die jungen Leute eine Chance erhalten.“

Er selbst war auch schon mit Herne in der Eishalle in Werries. „Wir haben 8:3 in Hamm gewonnen. Ich habe da aber nicht gespielt, sondern nur auf der Bank gesessen.“ Dennoch haben ihm die Gegebenheiten in der Halle gut gefallen. „Die Hammer Fans haben für gute Stimmung gesorgt. Darauf freue ich mich“, meint Wieber, der im vergangenen Jahr das Abitur bestand. Bei seiner ersten Profi-Station in Hamm will er sich jetzt erst einmal auf Eishockey konzentrieren. „Ich werde aber auch versuchen, mir ein zweites Standbein aufzubauen“, sagt Wieber. „Vielleicht werde ich irgendwann ein Studium in Richtung Sportwissenschaft beginnen.“ P.Sch.

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