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Eisbären ziehen den Piranhas die Zähne

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Von: Dirk Dörmann

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Eisbär David Trivellato sorgte fünf Sekunden vor dem Ende für den 4:1-Endstand bei den Rostock Piranhas.
Eisbär David Trivellato sorgte fünf Sekunden vor dem Ende für den 4:1-Endstand bei den Rostock Piranhas. © Robert Szkudlarek

Damit hätten wohl selbst die kühnsten Optimisten bei den Hammer Eisbären nicht gerechnet. Im vorletzten Spiel der Hauptrunde in der Eishockey-Oberliga gewann das Team von Trainer Jeff Job bei den Rostock Piranhas überraschend mit 4:1 (2:0, 1:0, 1:1) und fuhr damit den siebten Saisonsieg ein.

Rostock - Überraschend kam der Erfolg beim Tabellenneunten vor allem in Anbetracht der schlechten personellen Ausgangslage bei den Eisbären. Nur mit zehn Feldspielern plus zwei Torhütern trat der Hammer Tross nämlich bereits am Donnerstag die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern an und zeigte sich aber zu ungewohnter Spielzeit am Freitagnachmittag auf die Sekunde topfit. „Es ist wie so oft im Eishockey, dass ein kleiner Kader ein gefährlicher Kader ist und zu besonderen Leistungen in der Lage ist“, meinte ein hocherfreuter Eisbären-Manager Jan Koch nach dem Spiel.

„Paar Männeken“ geben kämpferisch alles

Ihm hatte vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung der „paar Männeken“ imponiert: „Wir haben hier kämpferisch alles reingehauen, den Piranhas den Zahn gezogen und ihnen die Lust am Eishockey spielen genommen. Daher ist unser Sieg gar nicht einmal unverdient“, sagte Koch. „Jetzt freuen wir uns auf die Rückfahrt, wo wir uns sicherlich das eine oder andere Getränk genehmigen werden.“

Empfindliche Nadelstiche

Von Beginn an zeigten die Eisbären vor 752 Zuschauern, dass sie nicht nach Rostock gefahren waren, um sich abschlachten zu lassen. Kompakt in der Abwehr setzten sie immer wieder empfindliche Nadelstiche, die in der 8. Minute das erste Mal erfolgreich waren. Maximilian Otte musste nach glänzender Vorarbeit von Kyle Brothers über links und seinem präzisen Zuspiel nur noch den Schläger hinhalten, um die Führung für die Gäste zu erzielen. Und Brothers setzte im ersten Drittel noch einen drauf, als er in Hammer Überzahl den Puck über die Linie stocherte. „Mit gutem Forechecking haben wir uns diese Führung verdient“, sagte Koch zur ersten Pause.

Empty Net Goal zum Abschluss

Defensiv sicher stehend erhöhten die Eisbären im Mittelabschnitt durch Chris Schutz nach Vorarbeit von Jesse Roach in erneuter Überzahl auf 3:0 (37.). Das Rostocker Tor durch Justin Maylan (49.) konterte schließlich David Trivellato fünf Sekunden vor der Schlusssirene durch ein Empty Net Goal zum 4:1-Endstand, nachdem die Gastgeber zugunsten eines weiteren Feldspielers ihren Torwart vom Eis genommen hatten.

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