Das Derby: Hammer Eisbären in Königsborn

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Wollen auch nach dem Spiel in Königsborn jubeln: Die Hammer Eisbären.

HAMM - Endlich wieder Königsborn. Nach den Begegnungen gegen die Icefighters Leipzig und den EHC Timmendorfer Strand kommt es am Freitagabend erstmals für die Hammer Eisbären in der Oberliga-Endrunde zum Nachbarschaftsduell gegen die Königsborner Bulldogs (20 Uhr/Eissporthalle Unna).

Sechsmal trafen beide Mannschaften während der Haupt- und Oberliga-West-Endrunde bislang in der laufenden Saison aufeinander. Viermal gewannen die Eisbären, zweimal mussten sie geschlagen das Eis verlassen. Für Milan Vanek wird das Kräftemessen mit den Unnaern aber nicht langweilig – und das nicht nur, weil sein Sohn für die Bulldogs aufläuft. „Wer will schon verlieren?“, fragt er und schiebt die Antwort gleich nach: „Ich nicht. Und meine Jungs wollen das auch nicht. Wir müssen von Anfang an volle Pulle spielen und versuchen, zu gewinnen.“

Das gelang den Eisbären zu Beginn der Endrunde gleich zweimal, was ihnen den zweiten Tabellenplatz der neuen Serie bescherte – punktgleich mit Spitzenreiter Löwen Frankfurt. „Jetzt wollen wir möglichst auch in Königsborn gewinnen, damit wir gegen Frankfurt ein echtes Spitzenspiel bekommen“, sagt Vanek, der daher keine Probleme sieht, seine Spieler zu motivieren – obwohl auch für ihn feststeht, dass, „es normal überhaupt keine Möglichkeit für uns auf Platz eins gibt. Selbst ein Unentschieden gegen Frankfurt ist eigentlich schon utopisch, aber andererseits ist im Eishockey alles möglich.“

Was auch für die Partie bei den Bulldogs gilt, die nach dem 7:2-Auftaktsieg gegen die Hannover Indians zuletzt mit 2:7 in Leipzig untergegangen sind. „Wir haben gut trainiert“, sieht Vanek sein Team gut vorbereitet, auch wenn Andre Mangold, der in der Partie am Timmendorfer Strand einen Pferdekuss abbekam und aufgrund eines starken Blutergusses, der ins Knie gezogen ist, nicht auflaufen kann. Gleiches gilt für Tim Pietzko (Probleme mit dem Knie) und Andreas Sehl. Sehl darf in der Endrunde des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) nicht spielen. Sehl ist zwar in Deutschland geboren, besitzt aber nur einen russischen Pass.

Igor Furda, der wegen Halsschmerzen nicht trainiert hat, wird dagegen voraussichtlich ebenso auflaufen können wie Christian Gose (Knöchel) und Lucas Becker (Schulter), die beide ihre Verletzungen auskuriert haben. „Das ist natürlich sehr gut für uns“, sagt Vanek. „Denn dann können wir mit drei Reihen auflaufen.“ Einen ähnlichen Einbruch wie am Timmendorfer Strand, als die Eisbären eine 7:2-Führung fast verspielten, will Vanek jedenfalls nicht noch einmal erleben. „Da haben die Jungs gedacht, das schaukeln wir schon nach Hause und haben an Fahrt verloren – und dann kommst du nur ganz schwer wieder rein.“ - güna

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