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Eisbären vor Zuschauern gegen Rostock

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Von: Boris Baur

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Nach einem Schlag auf das Handgelenk ist unklar, ob Hamms  Thomas Lichnovsky gegen Rostocks mitwirken kann.
Nach einem Schlag auf das Handgelenk ist unklar, ob Hamms Thomas Lichnovsky gegen Rostocks mitwirken kann. © Bruse

Fast jeden zweiten Tag ein Spiel, und das mit einem durch Corona und Verletzung ausgedünnten Kader. Die Hammer Eisbären haben eine harte Zeit vor sich. Immerhin gab es am Montag vom Ordnungsamt eine gute Nachricht: Zuschauer sind in den kommenden Heimspielen erlaubt.

Hamm – Der Kader ist schon bis aufs Äußerste geschrumpft, doch nach dem Spiel am 2. Weihnachtstag bei den Black Dragons Erfurt (2:7) bangen die Hammer Eisbären um weitere Akteure. „Drei, vier Spieler sind richtig angeschlagen. Ich hoffe, wir kriegen sie bis Dienstag fit“, sagt Trainer Jeff Job, der angesichts der Personallage aufgrund von Verletzungen und der Coronafälle im Team kurz vor den Feiertagen längst zum Mängelverwalter geworden ist. Und ausgerechnet in dieser Phase weist der Spielplan der Eishockey-Oberliga Nord die engste Taktung auf.

Nach der Niederlage am Sonntag warten auf die Eisbären bis zum 9. Januar sechs Partien im Zwei-bis-drei-Tage-Rhythmus. Am Dienstag empfängt das Schlusslicht die Rostock Piranhas um 20 Uhr in der Eishalle, am Donnerstag gastieren die Hammer im letzten Spiel des Jahres nach Herford – und am 2. Januar geht es bereits weiter. Um dieses Programm durchzustehen „muss man mental stark sein“, erklärt Job. Lediglich zwölf Feldspieler und zwei Torhüter waren mit nach Erfurt gefahren. Samuel Dotter wird nun wegen seiner Spieldauer-Disziplinarstrafe fehlen. „Eine falsche Entscheidung der Schiris, aber wir können es nicht ändern“, ärgert sich der Eisbären-Coach noch am Tag danach.

Jesse Roach und Nolan Renke sind angeschlagen. Thomas Lichnovsky schied nach einem Stockschlag auf sein Handgelenk verletzt aus. „Das war brutal. Es ist aber wohl nichts gebrochen. Ich hoffe, er kriegt seine Handschuhe angezogen“, so Job, der zumindest auf eine Rückkehr von Igor Furda, Mike Ortwein und Artjom Alexandrov spekuliert. Michael Maaßen ist nach seiner Corona-Infektion aus der Quarantäne, laut Job aber für das Rostock-Spiel keine Option.

Die Piranhas liegen mit sieben Siegen auf Rang zehn der Oberliga-Tabelle und haben die beiden bisherigen Aufeinandertreffen im November jeweils mit 5:1 für sich entschieden.

Eisbären bauen Stehplatzbereich um

Während Jobs Gedanken um die Aufstellung kreisen, versuchte sich Manager Jan Koch daran, aus der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW herauszulesen, wie viele Zuschauer in die Eishalle kommen dürfen. Die Frage war, ob die Hammer Heimspiele in der Eishockey-Oberliga eine überregionale Großveranstaltung sind, dann müssten die Ränge leer bleiben, oder ob sie es nicht sind und Besucher Einlass erhalten.

In Absprache mit dem Ordnungsamt der Stadt Hamm könnten nun bis zu 750 Zuschauer unter Beachtung der 2G-Regel auf Sitzplätzen die Partie vor Ort verfolgen. Genauso wie es auch dem Ligakonkurrenten Herne erlaubt ist. Eine genaue Zahl konnte Koch am Montag nicht nennen, denn derzeit sind die Eisbären dabei, in ihren Stehplatzbereich Sitzgelegenheiten zu schaffen. „Wir sind froh, dass wir es machen können“, meint Koch. Rund 320 Sitzplätze sind fest in Eishalle eingebaut.

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