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Filimonow und Maxi Otte vor Comeback - Hammer Eisbären holen Verteidiger Gretz

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Von: Rainer Gudra

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Torhüter Daniel Filimonow wird bei den Hammer Eisbären in Kürze sein Comeback geben.
Torhüter Daniel Filimonow wird bei den Hammer Eisbären in Kürze sein Comeback geben. © Robert Szkudlarek

Und es gibt sie doch, gute Nachrichten aus dem Lager der arg gebeutelten Hammer Eisbären.

Hamm - Der abgeschlagene Tabellenletzte der Eishockey Oberliga-Nord hat am späten Sonntagabend den erst 20-jährigen Deutsch-Amerikaner Marcus Gretz verpflichtet. „Er wird uns sofort weiterhelfen können“, sagt Jan Koch über den Verteidiger, wobei diesem Satz besondere Bedeutung zukommt, weil der Manager einen solchen im bisherigen Saisonverlauf bei Neuverpflichtungen nicht gerade inflationär benutzt hat – oder besser: gar nicht.

Seit zwei Monaten regelmäßig Kontakt

„Jeff (Trainer Job, d. Red.) hatte in den letzten zwei Monaten regelmäßig Kontakt zu ihm, jetzt kam die Einigung recht kurzfristig zustande“, sagt Koch, der den Neuen am Sonntag beim 1:8 gegen die Saale Bulls Halle in der beta Finanz Eissportarena zum Schlussdrittel begrüßte und anschließend den Vertrag fix machte. Gretz war erst am Nachmittag mit seinem Vater – aus Michigan kommend – in Deutschland gelandet.

Die Oberliga Nord ist dem Neuen, mit 1,91 Meter Größe und guter Reichweite ausgestattet, nicht neu. Für die Hannover Indians absolvierte er auf Leihbasis 20 Spiele, bevor er wieder zum Studium in die Vereinigten Staaten heimkehren musste, obwohl sein dortiges Team Corona-bedingt Pause hatte.

Ob Gretz die letzte Neuverpflichtung der Eisbären sein wird, ließ Koch offen: „Der Markt ist schnell und dynamisch. Aber wir haben bis Ende Januar Zeit und gehen nicht irgendwo einkaufen, sondern machen uns Gedanken.“

Die personellen Sorgen werden kleiner

Um bei den guten Nachrichten aus Eisbären-Sicht zu bleiben: Die personellen Sorgen werden immer kleiner. So erwarten die Hammer etwa Mitte des Monats ihren Keeper Daniel Filimonow auf dem Eis zurück. Er hatte sich im November das Syndesmoseband in einem Sprunggelenk gerissen. Und auch Maximilian Otte, Neuverpflichtung aus Selb, steht nach seiner schweren Schulter-Operation im vergangenen September vor dem Comeback: „Wir haben die Hoffnung, dass das recht kurzfristig geschehen wird“, sagt Koch. Dass die Probleme mit diesen Personalien gleich wieder aus der Welt sind, sieht der Manager allerdings nicht, denn: „Sie müssen ja auch erst einmal wieder in Form kommen.“ Den Eisbären, seit dem 31. Oktober und dem 6:3 gegen die Black Dragons Erfurt in 15 Spielen in Folge ohne Sieg, kommt gerade recht, dass sie an diesem Dienstag nicht gegen die Crocodiles aus Hamburg antreten müssen. Bei den Hanseaten sind Corona-Fälle aufgetreten. Der Plan, kurzfristig das Spiel gegen die Hannover Indians auf diesen Termin vorzuziehen, wurde dann doch aufgrund der personellen Lage verworfen. Und so haben die Spieler bis zu den drei Begegnungen in fünf Tagen mit den Moskitos Essen (7. und 11. Januar) und den Icefighters Leipzig (9. Januar) eine kurze Verschnaufpause.

Heimspiel gegen Leipzig auf der Kippe

Wobei das Heimspiel gegen Leipzig offenbar noch auf der Kippe steht, weil bei den Sachsen nach ihrem Spiel in Hamburg mehrere Corona-Verdachtsfälle aufgetreten sind, wie der Klub auf seiner Homepage mitgeteilt hat. „Wir werden nun in dieser Woche das Testprozedere gründlich durchlaufen, um dann die weiteren Vorgehensweisen für die kommenden Spiele abzusehen“, heißt es dort.

Beim Debüt von Marcus Gretz gegen Essen am Freitag dürften den Eisbären dank der kleinen Pause auch der US-Amerikaner Chris Schutz und Fabian Calovi wieder zur Verfügung stehen, die gegen Halle krankheitsbedingt fehlten. Und auch Ibrahim Weißleder soll bis dahin seine Fußprellung halbwegs auskuriert haben. Jesse Roach, der aus privaten Gründen in die kanadische Heimat geflogen ist, wird hingegen noch nicht zurückerwartet.

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