Eishockey

Hammer Eisbären verpassen eine erneute Überraschung

Eisbären-Torwart Ilya Sharipov (rechts) stand im Spiel gegen die Indians häufig im Mittelpunkt des Geschehens.
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Eisbären-Torwart Ilya Sharipov (rechts) stand im Spiel gegen die Indians häufig im Mittelpunkt des Geschehens.

Nur fünf Tage nach dem Überraschungscoup gegen den Vorjahresmeister Tilburg Trappers ist Eishockey-Oberliga-Neuling Hammer Eisbären am Freitagabend vor leeren Rängen in Werries wieder unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Hamm - Im Angriff ohne Durchschlagskraft, in der Defensive mit zu vielen Nachlässigkeiten – im Endeffekt bedeutete das eine 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)-Niederlage gegen die Hannover Indians. „Wir machen einfach zu viele Fehler“, ärgerte sich Hamms Trainer Ralf Hoja. „Und vorn verhalten wir uns zu dilettantisch. Wenn man in drei Spielen nur ein Tor erzielt, dann weiß man, woran es hapert.“

Im Gegensatz zu den ersten beiden Heimspielen gegen Halle und Tilburg gerieten die Hammer nicht von Beginn an unter Druck, setzten gleich selbst einige Akzente. So hatte Gianluca Balla schon in der ersten Minute die große Chance, die Eisbären in Führung zu bringen, scheiterte aber an Hannovers Schlussmann David Zabalotny. Wenig später war es Oliver Kraft, der nach einem Konter, allerdings aus etwas spitzem Winkel, den Puck über das Tor schoss.

Der Eisbären-Coach konnte zunächst mit der Defensivarbeit seines Teams zufrieden sein. So viele Möglichkeiten wie zuletzt Tilburg konnten sich die Indians nicht herausspielen. Und wenn sie einmal frei vor dem Kasten standen, dann war Schlussmann Ilya Sharipov zur Stelle, der sich erneut als sicherer Rückhalt erwies. Keine Chance hätte er allerdings bei dem Schuss von Robby Hein gehabt, der nach zwölf Minuten von der blauen Linie nur den rechten Pfosten anvisierte. Wenig später war Sharipov dann allerdings doch geschlagen. Nach einem Querpass von Michael Burns stand Thore Weyrauch auf der rechten Seite völlig frei und musste den Puck nur noch über die Linie drücken. Das 0:1 (13.) war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient, weil die Gäste doch die gefährlichere Mannschaft waren, die Hammer im Angriff wenig Durchsetzungsvermögen besaßen und oft zu umständlich agierten. Völlig unnötig war allerdings, dass die Eisbären kurz vor Ende des ersten Drittels noch das 0:2 kassierten. Einen katastrophalen Puckverlust der Gastgeber nahm Santen Ovaska (17.) gerne als Geschenk nach Zuspiel von Hein an.

Viel vorgenommen hatten sich die Eisbären für den zweiten Abschnitt, doch die Köpfe zeigten bereits nach nur 55 Sekunden wieder nach unten. Weil Samuel Dotter den Puck nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone befördern konnte, war erneut Weyrauch zur Stelle und erzielte das 0:3. Die Hammer wirkten sichtlich geschockt, mussten nach 29 Minuten sogar das 0:4 durch Brett Bulmer hinnehmen. Die Hannoveraner ließen es danach etwas lockerer angehen und schonten sich für das Heimspiel am Sonntag gegen Rostock. Sie ließen die Hammer nun kommen, lauerten selbst auf Konter. Die Schussstatistik fiel im zweiten Drittel mit 13:12 sogar erstmals positiv für die Eisbären aus, doch viele wirklich gefährliche Versuche waren nicht darunter.

Hannover spielte im Schlussabschnitt locker die Zeit von der Uhr, die Hammer überboten sich gegenseitig (Orendorz, Balla, Kraft, Furda) im Auslassen von guten Möglichkeiten. Den Indians gelang nach einem Konter durch Bulmer (50.) der Treffer zum 0:5-Endstand.

Am Sonntag treten die Eisbären schon um 16 Uhr bei den Crocodiles Hamburg an. Die waren am Freitagabend vergeblich ins Rheinland gereist. Weil ein Spieler des Krefelder EV positiv auf Corona getestet wurde, sagte das Gesundheitsamt der Stadt die Partie eine Stunde vor dem ersten Bully kurzfristig ab.

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