Hammer Eisbären patzen gegen den Tabellenletzten

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Beim Spiel der Eisbären gegen die Dinslakener Kobras flogen auch die Fäuste.

Hamm - Die Höhenluft scheinen die Hammer Eisbären in der 1. Eishockey-Liga West nicht gut zu vertragen. Am Freitagabend kassierte der Spitzenreiter vor 443 Zuschauern am Maxipark ausgerechnet gegen Schlusslicht Dinslakener Kobras eine 5:6 (0:3, 3:1, 2:2)-Niederlage. Schon am Sonntag bietet sich den Hammern um 19 Uhr in Dinslaken die Chance zur Revanche.

Eisbären-Trainer Daniel Galonska ärgerte sich nach der Partie über die schwache Schiedsrichterleistung, sah in ihr aber nicht den alleinigen Grund für die Pleite. „Im ersten Drittel waren wir überhaupt nicht präsent. Im zweiten Abschnitt wurde es dann zwar besser, doch es hat nicht gereicht. Ich hoffe, dass ich am Sonntag wieder stärkeres Eishockey meiner Mannschaft sehe.“

Viel Beifall gab es nur vor dem Anpfiff, als Eisbären-Pressesprecher Jan Koch Verteidiger Martin Köchling für sein 450. Spiel ehrte. Auch der Start in die Partie lief aus Hammer Sicht gar nicht einmal so schlecht, doch die druckvolle Anfangsphase der Gastgeber verpuffte, weil sie zu viele Strafzeiten kassierten und im ersten Drittel zehn Minuten in Unterzahl agierten. Nach 13 Minuten bissen die Kobras erstmals zu, als Kevin Thau auf der Strafbank saß. Sven Linda war zum 0:1 erfolgreich. Bei Hammer Überzahl gelang den Dinslakenern sogar der zweite Treffer (17.) durch Kamil Vavra. Und als Jan Nekvinda eine Minute vor der ersten Pause auf 0:3 für die Gäste erhöhte, gab es neben den langen Gesichtern auf den Rängen auch ein Pfeifkonzert beim Gang in die Kabine.

Umgekehrte Verhältnisse dann im zweiten Drittel auf dem Eis. Die Dinslakener kassierten 18 Strafminuten und brachten damit die Hammer zurück in die Partie. Zwar beantworten die Kobras das 1:3 der Eisbären durch Tim Pietzko nach Vorarbeit von Köchling bei einer 5:3-Überzahl (22.) mit dem 1:4 (33.) durch Daniel Pleger, doch zum Ende des Abschnitts schafften die Eisbären immerhin den Anschluss. Erst bediente Thau den Finnen Mäkijärvi, der das 2:4 (36.) erzielte, dann legte Mäkijärvi zum 3:4 (37.) durch Thau auf.

Spannend blieb die Parte im Schlussdrittel. Nachdem Robin Loecke bei 5:3-Überzahl mit einem Schuss scheiterte, stocherte Ibrahim Weißleder den Puck zum 4:4 (41.) über die Linie. Doch wenig später hieß 4:5 (46.) durch Pleger. Den erneuten Hammer Ausgleich durch Oliver Kraft (46.) beantworteten die Dinslakener sechs Minuten vor Schluss mit dem 5:6 durch Nekvinda.

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