Eishockey

Hammer Eisbären stehen im Regionalliga-Finale

+
Spannende Szenen spielten sich vor den Tor ab.

„Finale, Finale“. Unter dem Jubel der offiziell 803 Zuschauer fuhren die Spieler der Hammer Eisbären müde, aber glücklich vom Eis der Helinet-Eissportarena. 

Hamm – Mit 5:2 (1:1, 2:1, 2:0) bezwang das Team von Trainer Ralf Hoja die EG Diez-Limburg im entscheidenden fünften Spiel der Play-off-Halbfinalserie und zieht mit 3:2-Siegen in das Finale um die Meisterschaft der Regionalliga West ein. „Gott sei Dank sind wir weiter“, freute sich Hoja. „Das war kein gutes Spiel. Im ersten Drittel waren wir zu fahrig und haben zu viele Fehler gemacht. Aber dann haben wir uns reingekämpft und hatten auch das nötige Schussglück.“

Die Hammer Befürchtungen, die angeschlagenen Spieler Andre Kuchnia (Handgelenk gebrochen) und Thomas Lichnovsky (Gehirnerschütterung) betreffend bestätigten sich, was zur Folge hatte, dass der Coach auf beide verzichten und seine Reihen umbauen musste. So stellte er in die erste Anriffsreihe Michal Spacek, Kevin Novacek und Ibrahim Weißleder, im zweiten Sturm liefen Kevin Orendorz, Kevin Thau und Robin Loecke auf.

Die Partie begann dagegen ähnlich wie das letzte Aufeinandertreffen beider Teams in Limburg. Diez ging nach sieben Minuten in Führung und brachte die Gastgeber damit in Zugzwang: Zwar durften sich die Eisbären nach einer Strafe gegen Martin Köchling gerade wieder komplettieren, doch direkt vom Bully weg landete die Scheibe bei Limburgs Maier, der nicht lange fackelte und den Puck ansatzlos zum 0:1 in den Winkel drosch (7.).

Davor sahen die Zuschauer in der gut gefüllten Hammer Eishalle eine Partie, in der die Gäste zunächst dominierten. So musste Goalie Sebastian May schon nach zwei Minuten gegen Jeff Smith Kopf und Kragen riskieren, um den Gegentreffer zu verhindern. Eine Minute vor dem 0:1 meldeten sich die Eisbären dann ihrerseits erstmals zu Wort. Doch Dustin Demuth brachte die Scheibe nach Orendorz-Pass nicht im Gehäuse unter.

Brenzlig wurde es noch einmal für die Hausherren in der zehnten Minute, als Pierre Wex fast auf 0:2 erhöht hätte. Doch die Hammer, die ein wenig unsicher gestartet waren, kämpften sich immer besser in die Partie. Einen Schuss von Spacek (13.), konterte Schwab noch in der 14. Minute mit einer weiteren guten Gästemöglichkeit. Dann gelang Demuth in einer 4:4-Situation der verdiente Ausgleich, nachdem er von Thau bedient worden war. Die Partie war wieder offen – mit der Leistung der Unparteiischen Lars Müller Nikolas Neutzer waren die Hammer Fans und Spieler allerdings weniger einverstanden, was in eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe gegen Lukas Novacek gipfelte (20.).

Der zweite Durchgang war zwei Minuten alt, als Orendorz fast zum Erfolg kam. Er um kurvte das Gästetor und hatte fast Glück. Wie schon beim 3:6 in Limburg entpuppten sich die Eisbären dann als Unterzahl-Spezialisten. Zunächst schickte Thau Orendorz auf die Reise, der den Ball zurück zu seinem Sturmkollegen schob, und Thau ließ Goalie Steve Themm im Rocket-Tor keine Chance (24.).

Eisbären als Unterzahl-Spezialisten

Nur zwei Minuten später – dieses Mal saß Michal Spacek auf der Strafbank – ließ das Hammer Publikum die nächste Rakete steigen. Thau hatte die Scheibe zu Orendorz gepasst, dessen Schuss Themm noch abwehrte. Doch Robin Loecke war per Abstauber zur Stelle.

Als dann auch noch Thau wegen Beinstellens auf die Bank musste, war die doppelte Unterzahl zu viel für die Eisbären. Tobias Schwabs Schuss von der blauen Linie rutscht Sebastian May ein wenig unter dem Schoner durch, und Smith war zum 3:2 zur Stelle. Danach beruhigte sich die Partie ein wenig. Thau und Marc Polter aus dem Gewühl heraus (39.) hatten noch gute Gelegenheiten, auf der anderen Seite parierte May gegen Hill (38.).

Orendorz und Thau machen alles klar

Orendorz stellte im Schlussdrittel nach Thau-Assist schnell auf 4:2 (45.) und damit die Weichen auf Sieg. Schwab traf zwar noch einmal für Diez den Pfosten (47.), doch ein „Empty goal“ von Thau in der Schlussminute leitete die Feier endgültig ein. „Ich freue mich auf das Finale, wo mit uns und Herford die beiden besten Mannschaften aufeinander treffen – jetzt werden wir aber erst einmal den Augenblick genießen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare