Hammer Eisbären starten gegen Leipzig

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Ibrahim Weißleder

HAMM - Die Wahnsinns-Endrunde mit 20 Begegnungen gegen die immer selben Mannschaften ist beendet. Jetzt wollen die Hammer Eisbären mit neuem Elan der Konkurrenz wieder die Zähne zeigen – passenderweise in der Verzahnungsrunde.

In welcher die besten Teams der Oberligen West, Ost und Nord einen Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur DEL 2 ermitteln werden. In dieser trifft die Mannschaft von Trainer Milan Vanek zum Auftakt am heutigen Freitag auf den Meister der Oberliga Ost, Icefighters Leipzig (20 Uhr/Eissporthalle am Maximilianpark).

Und das ist gleich ein Gegner, der die Hammer vor große sportliche Probleme stellen dürfte. 28 Begegnungen bestritten die Leipziger in der Serie – und nur fünfmal fuhr die Mannschaft von Cheftrainer Manfred Wolf als Verlierer aus der Halle. Mit 19 Siegen und acht Punkten Vorsprung vor den Black Dragons Erfurt bedeutete das Platz eins in der Hauptrunde und damit die erste Oberliga-Meisterschaft des Vereins, die das Team ausgelassen mit 2 500 Fans feierte. In der heute beginnenden Zwischenrunde wollen die Leipziger in erster Linie „die Favoriten ärgern“, wie es Geschäftsführer André Krüll ausdrückt. Verstärkungen für die Zwischenrunde wird es im Kader dafür aber nicht geben. „Wir schenken unserer Mannschaft das Vertrauen, gemeinsam sind wir gewachsen. Mit unseren Fans im Rücken werden wir auch die schwere Zwischenrunde meistern und sicher für Überraschungen gut sein“, verspricht Krüll.

Mit weiteren Neuzugängen können zwar auch die Eisbären zur Zwischenrunde nicht aufwarten, aber dennoch dürfte sich Trainer Milan Vanek so vorkommen, als wenn gleich mehrere Akteure frisch zum Team gestoßen wären. Mit Tim Pietzko (Knieverletzung) und Lucas Becker (Schulterblessur) stehen pünktlich zum Start der neuen Runde nur noch zwei Spieler auf der während der Hauptrunde stetig angewachsenen Verletztenliste. Mit Ibrahim Weißleder (Gehirnerschütterung), Andre Mangold (Hüftprobleme), Christian Gose (Zeh-Operation) und Michel Maaßen (Schulterblessur) kehren dafür vier Spieler in den Kader zurück.

Für vier komplette Reihen reicht das zwar noch immer nicht, doch hat der Coach nun wieder wesentlich mehr Handlungsspielraum – und seine Akteure bekommen die dringend nötigen Verschnaufpausen während der Begegnungen auf dem Eis. Für den weiterhin verletzt pausierenden Pietzko gehören die Leipziger zu den schwersten Brocken, die auf die Hammer in den folgenden Begegnungen zukommen werden. „Leipzig und Unna werden uns einiges abverlangen und begegnen uns auf Augenhöhe“, erwartet er ein enges Match. „Doch letztlich muss jede Partie erst gespielt werden.“ Was auf die Begegnungen gegen Frankfurt nur bedingt zutrifft. „Meiner Meinung nach ist das ein übermächtiger Gegner, der wohl nicht zu stoppen ist“, bleibt Pietzko realistisch. „Timmendorf und Hannover schätze ich dagegen als vermeintlich schwächere Kontrahenten ein, die dennoch nicht unterschätzt werden sollten.“ Wann Pietzko der Mannschaft selbst wieder helfen kann, vermag er derzeit nicht zu sagen. „Meinem Knie geht es den Umständen entsprechend“, sagt er. „Eine Diagnose ist aber erst in den kommenden Tagen zu erwarten. Sport ist derzeit leider nicht möglich.“ Daumen drücken muss reichen – für‘s Erste. - güna

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