Eishockey

Zweiter Sieg über Dinslaken: Hammer Eisbären starten perfekt 

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Ein Eisbären-Blitztor: Schon in der zweiten Minute trifft Kevin Thau zum frühen 1:0.

Zuvor hatten sich die Dinslakener Kobras in der Eishockey-Regionalliga West beinahe zu so etwas wie einem Angstgegner der Eisbären entwickelt. Davon war nun nichts mehr zu sehen. 

Hamm – Die Hammer Eisbären sind perfekt in die Pre-Playoffs der Eishockey-Regionalliga West gestartet. Dem 8:5-Erfolg bei den Dinslakener Kobras am Freitag ließen sie am Sonntagabend vor 569 Zuschauern in Werries einen hart umkämpften 4:3 (2:1, 2:2, 0:0)-Heimsieg über die „Giftschlangen“ folgen.

„Angesichts der angespannten Personalsituation war es wichtig, dass wir Dinslaken in der Tabelle schon einmal distanziert haben“, war Trainer Ralf Hoja nach spannenden 60 Minuten sichtlich erleichtert. „Dinslaken ist ein sehr unangenehmer Gegner. Gut, dass wir die jetzt weg haben“, beteuerte der Coach.

Verzichten musste Hoja auf den angeschlagenen Kevin Trapp sowie auf die erkrankten Oliver Kraft, Dustin Demuth und Schlussmann Sebastian May. Kapitän Tim Pietzko, der am Freitag in Dinslaken nur sporadisch zum Einsatz gekommen war, stand wieder voll zur Verfügung.

Dabei war zudem der von einer Grippe genesene Kevin Orendorz, der auch gleich demonstrierte, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Der ehemalige DEL-Profi scheiterte nach nur zehn Sekunden an Kobra-Schlussmann Marvin Frenzel, bereitete in der zweiten Minute auch das frühe 1:0 durch Kevin Thau vor.

Doch Dinslaken schlug schnell zurück. Einen Schlagschuss von Moritz Hofschem fälschte Sören Haupting unhaltbar für Hamms Torhüter Marius Dräger ab (5.). Die Gastgeber besaßen in der Folge bei Überzahl weitere gute Möglichkeiten durch Thau und Orendorz, hatten aber auch Glück, als der Ex-Hammer Martin Benes auf der Gegenseite den Puck nicht im leeren Tor der Eisbären untebringen konnte. Die erneute Führung zum 2:1 (13.) fiel in Überzahl. Milan Svarc gab nach einem Schuss von Orendorz dem Puck die entscheidende Richtungsänderung.

Orendorz muss vorzeitig duschen

Ausgeglichen verlief das Mitteldrittel, in dem sich die Intensität und die Zweikampfhärte erhöhten. Beide Teams schenkten sich nichts. Den Ausgleich der Kobras durch Pascal Behlau (26.) beantworteten die Eisbären postwendend mit dem 3:2 (28.) durch Svarc – wieder ein Überzahltor. Schiedsrichter Marvin Schrörs hatte in dieser Phase Mühe, die Übersicht zu behalten, weil sich die Strafen häuften. Bitter für die Eisbären, dass sie nach 36 Minuten Orendorz durch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe verloren.

Nach einem Bandencheck legte er sich mehrmals mit Dinslakener Spielern und den Unparteiischen an, die nach zweimal zwei Minuten zunächst eine zehnminütige Disziplinarstrafe verhängten, den sich immer noch nicht beruhigenden Ex-Profi dann vorzeitig unter die Dusche schickten. „Wenn man wegen Beleidigung des Schiedsrichters eine Spieldauerstrafe kassiert, dann ist das sehr unprofessionell“, ärgerte sich der Eisbären-Trainer. Dadurch wird Orendorz am Freitag bei den Ratinger Ice Aliens zuschauen müssen. In Unterzahl gelang den Hammern das 4:2 (37.) durch Thau. Dinslaken nutzte danach die Überzahl allerdings zum erneuten Anschluss durch Behlau (39.) aus.

Das Schlussdrittel lebte in erster Linie von der Spannung. Und es gab weiter zahlreiche Hinausstellungen. „Wir haben zu undiszipliniert gespielt“, meinte Hoja, der bis zum Ende zittern musste. Beim offenen Schlagabtausch war jedes Ergebnis möglich.

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