Hammer Eisbären heiß auf Oberliga-Saisonstart

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Eisbären-Kapitän Lars Gerike.

HAMM - Es grenzt schon an ein kleines Wunder, dass die Hammer Eisbären am Freitag, wenn die Eishockey-Oberliga mit dem ersten Bully in ihre Saison startet, dabei sind. Denn nach dem Rückzug des Hauptsponsors hatte es nicht danach ausgesehen, als könne sich der Verein von diesem Rückschlag kurzfristig erholen. Doch ganz nach dem neuen Saison-Motto „Jetzt erst recht“ will das Team nun in der Oberliga für Überraschungen sorgen.

Brisant: Der erste Gegner der Hammer am Freitag (20 Uhr/Eissporthalle am Maximilianpark) heißt ausgerechnet EV Duisburg, gesponsert von der Kenston Unternehmensgruppe. Dem Unternehmen, das sich kurzfristig bei den Eisbären wieder aus der Verantwortung gezogen hat.

Ein Umstand, den Daniel Galonska jedoch nicht überbewerten will. „Ich gehe davon aus, dass da ein bisschen was passieren wird“, ist sich der Trainer bewusst, dass die Partie nicht nur wegen des Saisonauftaktes besonders emotional werden könnte. „Aber wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und dürfen von unserem Spielplan nicht abweichen. Und für mich und die meisten Spieler ist diese Geschichte relativ weit weg. Dieses ganze Drumherum mit Kenston ist daher eher etwas für das Umfeld und nicht für die Mannschaft.“

Die muss allerdings schon unter den Vorfällen der jüngsten Vergangenheit leiden, aufgrund derer das Team erst spät zusammengestellt werden konnte und nur drei Testbegegnungen absolviert hat. In denen hat Galonska zumindest einen Aufwärtstrend seiner Mannschaft ausgemacht. „Natürlich sind wir relativ kurzfristig da reingegangen, aber man hat von Spiel zu Spiel eine Steigerung gesehen – obwohl wir beim 4:0 in Wedemark noch eine beschwerliche Anreise hatten. Und Dortmund war ein guter Brocken. Die haben uns einiges abverlangt, aber die Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt.“ Beim Regionalligisten machten die Eisbären aus einem 0:2-Rückstand noch einen 5:3-Erfolg, und „das war gut für den Kopf – zu sehen, dass man aus einem Rückstand einen Sieg machen kann.“

Dass der Hammer Kader nicht gerade groß ist, weiß Galonska. Gerade einmal 17 Feldspieler stehen momentan im offiziellen Eisbären-Kader, der mit heißer Nadel zusammengestrickt worden ist. „Zwei weitere werden noch dazu kommen“, verspricht Galonska. „Und die Förderlizenzspieler aus Iserlohn.“ Welche Akteure aus dem DNL-Kader der „Roosters“ nominiert würden, sei noch in der Abstimmungsphase mit dem DEL-Klub. Klar ist nur, dass aus einem Pool von fünf Akteuren stets zwei bis drei zu den Eisbären-Begegnungen abgestellt werden sollen.

Fest zum Kader stoßen wird Stürmer Kai Erlenhardt. Der 27-Jährige hatte eigentlich schon beim Neusser EV angeheuert, wurde dort dann doch nicht genommen und absolvierte bereits die kurze Vorbereitung mit den Eisbären. Zudem soll bis Freitag auch der Vertrag für den 21-Jährigen Try-Out-Akteur Connor Gilmartin unter Dach und Fach sein, wie Sponsoren-Sprecher Werner Nimmert versicherte, „falls der Trainer nicht noch überraschend etwas dagegen hat“. „Habe ich nicht“, versicherte Galonska. - güna

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