Eishockey

Eisbären weiter nur Punktelieferant

Viel Druck übte am Freitagabend der Tabellenführer aus Hannover auf das Tor der Hammer Eisbären (rote Trikots) aus.
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Viel Druck übte am Freitagabend der Tabellenführer aus Hannover auf das Tor der Hammer Eisbären (rote Trikots) aus.

Im 19. Spiel gab es die 17. Niederlage – Aufsteiger Hammer Eisbären bleibt in der Eishockey-Oberliga Nord weiter nur die Rolle des sicheren Punktelieferanten. Auch im dritten Saisonduell mit Spitzenreiter Hannover Scorpions zahlte der Neuling am Freitagabend auf eigenem Eis in Werries Lehrgeld. 

Hamm - Mit dem 1:7 (1:3, 0:2, 0:2) kassierten die stark ersatzgeschwächten Hammer gegen den Tabellenführer die 13. Pleite in Serie, die Niedersachsen bauten ihre Erfolgsbilanz auf 18 Siege in Folge aus. „Wir hatten im ersten Drittel durchaus unsere Möglichkeiten, die wir leider nicht genutzt haben“, meinte Eisbären-Trainer Ralf Hoja. „Wenn man dann auch noch zwei Tore in Überzahl kassiert, dann geht es dahin. Hannover hat die Partie anschließend souverän heruntergespielt.“

Paukenschlag zu Beginn

Wie im falschen Film mussten sich die Gäste in der Anfangsphase gefühlt haben, denn die Eisbären machten gleich nach dem ersten Bully mächtigen Druck mit ihrer ersten Sturmreihe. Nach 30 Sekunden scheiterte Kevin Orendorz noch an Schlussmann Brett Jaeger, doch nach genau einer Minute netzte Gianluca Balla nach Pass von Michal Spacek freistehend zum 1:0 ein. Hannover zeigte sich kurz beeindruckt. Den Gastgebern bot sich anschließend die große Chance, bei einer 5:3-Überzahl zu erhöhen. Doch als einer der beiden Sünder der Scorpions auf das Eis zurückkehrte, unterlief den Hammern ein katastrophaler Scheibenverlust. Tim Wilenius lief allein auf Eisbären-Goalie Sebastian May zu und erzielte den Ausgleich (6.). Den nächsten Abwehrfehler des Schlusslichts nutzten die Hannoveraner durch Dennis Arnold zum 1:2 (13.). Und erneut hatten die Hammer einen Mann mehr auf dem Eis, als Jan Pietsch nach einem schnellen Konter das 1:3 (19.) gelang. Was bei Hamms Trainer nur noch Kopfschütteln auslöste. „Wir schlagen uns einfach selbst“, echauffierte sich Hoja.

Schlimme Statistik

Die Statistik von 3:23 Torschüssen aus Sicht der Hammer drückte die Überlegenheit des Tabellenführers im zweiten Drittel aus. Immerhin überstanden die Eisbären dreimal ein Unterzahlspiel ohne Gegentor, kassierten erst kurz vor Ende des Abschnitts weitere Treffer durch Wilenius (37.) und Patrick Schmid (40.) zum 1:5.

Im Schlussdrittel taten die Hannoveraner nicht mehr, als nötig war. Sie dominierten weiter die Partie. Christoph Kanitzky erhöhte auf 1:6 (55.), Victor Knaub gelang in der 59. Minute der Treffer zum 1:7-Endstand.

Neuer Beschluss nach Videokonferenz

Am Rande der Partie berichtete Eisbären-Manager Jan Koch von der letzten Video-Konferenz aller Oberligisten mit dem Deutschen Eishockey-Bund. Dabei wurde festgelegt, dass die Vorrunde auf jeden Fall am 4. April beendet wird, ganz gleich, ob alle Spiele bis dahin ausgetragen werden. Sollte das nicht der Fall sein, werden die Punkte durch die Anzahl der Spiele geteilt. Der Quotient bestimmt dann die Platzierung für die folgenden Playoffs.

„Da wir Realisten sind, werden wir uns wohl nicht für diese K.o.-Runde qualifizieren“, meinte Koch. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass ab 24. Januar alle Sonntagsspiele einheitlich um 17 Uhr beginnen. Die Partie der Hammer in Herford wird aber am Sonntag noch um 18 Uhr angepfiffen.

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