Eishockey

Eisbären mit Leidenschaft zum ersten Saisonsieg

Mit zwei Unterzahltoren leitete der Amerikaner Christopher Schutz die Wende ein.
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Mit zwei Unterzahltoren leitete der Amerikaner Christopher Schutz die Wende ein.

Aufopferungsvoll kämpfende Hammer Eisbären haben nach einem 0:2-Rückstand gegen den Favoriten Hamburg Crocodiles die Partie noch gedreht und am Ende mit dem überraschenden 5:2-Erfolg für den ersten Saisonsieg und Begeisterung auf den Rängen gesorgt.

Hamm – „Ich bin einfach nur wahnsinnig stolz auf diese Mannschaft. Sie hat großartig gekämpft und sich nach einer grandiosen Teamleistung endlich belohnt.“ Jeff Job, Trainer der Hammer Eisbären, war die Erleichterung deutlich anzusehen. Nach zwei Heimniederlagen in Folge gelang dem Eishockey-Oberligisten am Sonntagabend vor 483 begeisterten Zuschauern der Befreiungsschlag. Nach einem 0:2-Rückstand gegen den Favoriten Hamburg Crocodiles kämpften sich die Hammer eindrucksvoll zurück und feierten am Ende mit 5:2 (0:2, 2:2, 3:0) den ersten Saisonsieg.

„Manchmal gewinnt nicht die bessere Mannschaft, sondern die, die mehr Leidenschaft zeigt“, freute sich Manager Jan Koch über den ersten Dreier, mit dem nach dem ersten Drittel bei der klaren Überlegenheit der Hanseaten wohl niemand mehr in der Halle in Werries gerechnet hatte. Durch die Tore von Dominik Lascheit nach nur einer Minute und neun Sekunden sowie Maximilian Schaludek (13.) wähnten sich die Crocodiles bereits auf der Siegerstraße.

Die Eisbären, die neben den verletzten Viktor Beck, Maximilian Otte und den gesperrten Jesse Roach auch noch kurzfristig auf Daniel Trivellato (Knie) verzichten mussten, kämpften sich im zweiten Durchgang dank der Treffer von Michel Maßen (27.) und einem Unterzahltor von Chris Schutz (46.) zurück in die Partie. Als Schutz dann im letzten Abschnitt drei Minuten vor dem Ende auch noch ein zweiter Unterzahltreffer gelang, war die Wende geschafft und die große Überraschung eingeleitet.

Zwei Tore von Schutz in Unterzahl

„Damit haben wir die Crocodiles gekillt“, meinte Kapitän Michel Maaßen, der Sekunden vor Schluss mit dem zweiten Empty-Net-Goal, nachdem kurz zuvor schon Igor Furda aus dem eigenen Drittel ins leere Hamburger Tor getroffen hatte, den Schlusspunkt zum 5:2 setzte. „Wenn man mit nur 14 Feldspielern antritt, dann rückt man oft noch enger zusammen“, erklärte Maaßen den Grund dafür, warum die Eisbären den eigentlich deutlich überlegenen Gästen in der Schlussphase den Schneid abkauften. Der Kapitän setzt nun darauf, dass das erste Erfolgserlebnis den Hammern weiteren Schub und neues Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben geben wird. „Aber 50 mal in der Saison kann man solch eine Energieleistung nicht bringen“, betonte Maaßen.

Seinem Torhüter Daniel Filimonow bescheinigte Trainer Job eine „Topleistung“. Der Neuzugang aus Passau war in kritischen Phasen ein sicherer Rückhalt. „Es ist ein super Gefühl, nach einem 0:2-Rückstand so zurück zu kommen“, freute sich der Goalie, der jetzt darauf hofft, dass der erste Saisonsieg der Eisbären weitere Kräfte frei setzen wird. „Dank an dieFans. Die haben uns super gepusht“, sagte Filimonow.

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