Eishockey

Die Hammer Eisbären schlagen zurück

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Milan Svarc erzielte beim 4:1-Heimerfolg der Hammer Eisbären über Topfavorit EG Diez-Limburg den dritten Treffer der Gastgeber, die sich so ein zweites Heimspiel sicherten.

Die Hoffnung auf den Einzug ins Playoff-Finale der Eishockey-Regionalliga lebt bei den Hammer Eisbären.

Hamm - Mit einem 4:1 (0:0, 1:1, 3:0) im ersten Heimspiel der Halbfinal-Serie hat der Vierte der Pre-Playoffs die Serie gegen den großen Favoriten EG Diez-Limburg zum 1:1 ausgeglichen.

Jan Koch hatte nach dem2:6 zum Auftakt in Diez gefordert, die Partie „schnell aus den Köpfen“ zu bekommen. Der Eisbären-Manager hatte sich eine Leistungssteigerung gewünscht, um nicht schon nach dem zweiten Spiel „mit dem Rücken zur Wand“ zu stehen. Die Akteure gehorchten und lieferten dem Hauptrunden-Meister einen großartigen Kampf – dabei hatte Trainer Ralf Hoja vor 618 Zuschauern auf Martin Köchling (berufsbedingt) und den erkrankten Kevin Orendorz verzichten müssen. Für Orendorz rückte Dustin Demuth in die erste Reihe.

Der Gast begann vielversprechender. Eisbären-Torwart Sebastian May vereitelte zwei Möglichkeiten von Tobias Schwab (4.). „Er hat großartig gespielt“, lobte Hoja seinen Schlussmann später.

Die heiße Phase hat begonnen

Es herrschte Playoff-Atmosphäre in der Hammer Halle, den Spielern war anzumerken, dass die Saison in der heißen Phase angekommen ist. Die Eisbären hatten ihre erste Chance durch einen Schlagschuss von Milan Svarc, den Kevin Trapp ablenkte – Diez-Keeper Jan Guryca war zur Stelle (8.). Die Hammer offenbarten zunächst erneut Probleme im Überzahlspiel, fanden keine Lücken und hatten sogar Glück, dass Ross Reed gute Kontersituationen ungenutzt ließ (10., 18.). 

David Lademann machte es zu Beginn des zweiten Abschnitts aber besser. Auf Vorarbeit von Kevin Lavallee brachte er die EG in Führung (22.). Diez hatte jetzt die Kontrolle, drückte auf das 2:0. May parierte gegen Reed sehenswert (34.). Das beflügelte die Hammer offensichtlich. Denn sie fanden zurück ins Spiel – und kamen zum Ausgleich. Thomas Lichnovsky zeigte eine tolle Einzelaktion, ging mit Tempo an zwei Kontrahenten vorbei und vollendete in den Winkel (37.). Marc Polter hatte gar das 2:1 auf dem Schläger (37.), scheiterte aber genau wie Trapp (40.) am unfassbar reagierenden Guryca.

Die Eisbären sind am Drücker

Dennoch: Die Eisbären waren jetzt am Drücker und belohnten sich nur 26 Sekunden nach Beginn des letzten Durchgangs. Dustin Demuth beförderte die Scheibe an die Unterkante der Latte, drehte jubelnd ab. Die Schiedsrichter ließen zunächst weiterspielen, zogen sich bei der nächsten Unterbrechung zur Beratung zurück und entschieden auf Tor (41.). Die Proteste der Gästeakteure blieben erfolglos.

Oliver Kraft (42.) und Kevin Thau (47.) hatten Möglichkeiten zum dritten Hammer Treffer, dann zielte Kyle Piwowarczyk für die EG vorbei (48.). Die Vorentscheidung gelang den Eisbären nach 52 Minuten: In Überzahl bediente Michal Spacek seinen tschechischen Landsmann Svarc – 3:1. Der haushohe Favorit war geschlagen und verlor zum Teil die Nerven. Lavallee und Alexander Seifert handelten sich Disziplinarstrafen ein. Damit aber nicht genug: Erneut im Powerplay spielte Thau Igor Furda frei – 4:1 (59.).

„Wir haben, was wir wollten“, sagte Hoja – und meinte damit ein zweites Heimspiel in der Serie am Sonntag, 8. März (18.30 Uhr). Spiel drei wird am Freitag, 6. März (20.30 Uhr) in Diez ausgetragen. „Wir sind wieder im Rennen. Alles ist offen“, sagte der Hammer Trainer.

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